01.12.2019 - 10:49 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Der Rückgang der Einwohnerzahl schmerzt

Bürgermeister Wolfgang Braun präsentiert in der Bürgerversammlung eine Fülle an Zahlen, Fakten und Projekten. Thema sind auch Wünsche und Kritik aus den Reihen der Fuchsmühler.

Am Ende seiner Informationen angelangt, stellte sich Bürgermeister Wolfgang Braun auch den Fragen der Bürger.
von Werner RoblProfil

Bürgermeister Wolfgang Braun sprach im Gasthof "Weißenstein" von einem "großen Bürgerinteresse" und einer gut besuchten Veranstaltung. 43 Fuchsmühler waren gekommen, um den Informationen, die Braun mit Fotos, Grafiken und Zahlen untermauerte, zu folgen. Der Bürgermeister hatte sich viel vorgenommen, um gut vorbereitet und umfassend über viele Dinge, zuvor aber auch über den Einwohnerstand zu informieren.

"Eine Zahl stimmt mich traurig", bedauerte er die geringe Anzahl von drei Geburten. Es gab 23 Sterbefälle. "Es ist ein massiver Rückgang feststellbar", klagte er mit Blick auf die aktuell 1642 Einwohner (1672 in 2018 und 1675 in 2017). "Tendenz sinkend", äußerte er sich positiv zur Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 1100 Euro. Den aktuellen Gesamthaushalt bezifferte er mit rund 4,2 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt beträgt 3.141.000 Euro, der Vermögenshaushalt rund 1.097.000 Euro. "Wir haben den niedrigsten Schuldenstand seit 1997", freute sich Braun über die "gute wirtschaftliche Situation".

Gefahrenstellen beseitigt

"Die Investitionen haben sich gelohnt", merkte er in der Bürgerversammlung an. Ein Dauerthema bleibe die Sanierung und die aktuelle Umfangerweiterung an der Carl-Ulrich-Straße. "Derzeit entsteht ein imposantes Mauerwerk mit Treppe", erinnerte der Sprecher an die Baustelle zwischen Marien- und Carl-Ulrich-Straße. Mit rund 81.150 Euro schlug bisher der Friedhof zu Buche. "Die Arbeiten werden fortgeführt", kommentierte der Bürgermeister den dritten Bauabschnitt mit einem Kostenaufwand von rund 48.000 Euro. "Das Erscheinungsbild ist jetzt ordentlich. Die Gefahrenstellen wurden beseitigt", fasste er zusammen. Die Ruhestätte müsse aber kostendeckend sein, mahnte Braun. "Steigende Kosten und weniger Grabstellen erfordern eine Gebührenanpassung."

Zur Sprache brachte der Bürgermeister auch die mit 16.500 Euro geförderte Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs für die Feuerwehr (79.100 Euro vor Abzug der Förderung). Anklingen ließ er auch den Ankauf beziehungsweise die geplante Rekonstruktion des rund 10.000 Quadratmeter großen "Straub-Gartens". Positiv bewertete er den Erwerb eines rund drei Hektar großen Grundstücks bei Fürstenhof. "Was wir daraus machen, ist derzeit noch unerheblich", erklärte Wolfgang Braun, der von Bau- oder Tauschgrundstücken sprach, für die man das erworbene Gelände im Osten Fuchsmühls verwenden könnte.

Informationen folgten auch über die geplante Sanierung des Wohngebäudes Marienstraße 36. Eine Dorferneuerung komme in Herzogöd und eine weitere Maßnahme am Waldbadeweiher. Verwiesen hat Braun auch auf die derzeitigen Arbeiten beim Projekt "Granit trifft auf Basalt" in Herzogöd, "um den Ortseingang aufzuwerten".

"Schwarze Null"

Damit war der Bürgermeister fast am Ende angelangt. Folgen ließ Braun noch Informationen zum Jugendworkshop und eine Erläuterung zur Sanierung der Mehrzweckhalle. Einen Bogen spannte er am Ende zum Breitbandausbau und zum öffentlichen W-LAN an Mehrzweckhalle, Dorfladen und Rathaus. Mit Blick auf den Dorfladen sprach der Bürgermeister von einer "schwarzen Null". Danach bot sich viel Raum für die versprochenen Bürgerfragen, zu denen Braun Stellung nahm. So wurde ein Defibrillator an öffentlichen Gebäuden empfohlen. Auch wurde der Wunsch nach Sicherheitsmaßnahmen beim Kinderhaus St. Marien hin zur Marienstraße laut. Eine Belastung sei der Lastwagen-Verkehr entlang der Durchgangsstraße. Für Kritik sorgte die Überschneidung von Vereinsterminen. Wenig Spaß beim Schwimmen bereite der trübe Waldbadeweiher, klagte eine Zuhörerin. Die Frage, wie es mit den zum Teil noch vermieteten Häusern im Bereich Schloss (nicht Schlosshotel) weitergehe, die im Besitz der Gemeinde sind, veranlasste Bürgermeister Wolfgang Braun zu der Bemerkung, dass die Zukunft der gemeindlichen Anwesen ungeklärt sei. Braun ließ erkennen, dass man sich vom Sanierungsgedanken, um die Wohngebäude zu erhalten, eher verabschieden müsse.

Mit einer Reihe an Zahlen, Fakten, Fotos und Grafiken wartete Bürgermeister Wolfgang Braun bei der Bürgerversammlung auf.
43 Interessierte waren gekommen, um sich im Gasthof „Weißenstein“ über das Gemeindegeschehen zu informieren.
„Im Rathaus wird gut gearbeitet“, betonte Bürgermeister Wolfgang Braun.
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