24.07.2019 - 14:33 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Schlosspark gehört auch weiterhin zum Hotel

Dass ein fehlendes Wort für Verwirrung sorgen kann, beweist der angekündigte Verkauf des Schlossparks. Schlossherr Bernd Artinger verweist auf die Fakten und stellt klar: „Der Park bleibt Eigentum des Schlosshotels.“

Früher war der Schlosspark deutlich größer. Dazu gehörte auch das bewaldete Gelände in Richtung Güttern, das – und nicht der bekannte angrenzende Schlossgarten – wurde jetzt veräußert.
von Werner RoblProfil

Seit mehr als sechs Jahren betreibt Bernd Artinger das geschichtsträchtige Anwesen am Ortsrand von Fuchsmühl. Er zeigt sich zufrieden: "Das Schlosshotel läuft gut. Die Übernachtungszahlen sind steigend." Er verweist zudem auf die vorliegenden Anmeldungen für Familienfeiern und standesamtliche Trauungen beim Schlossteich beziehungsweise im Schloss selber. Seit der Nachricht, dass der Park verkauft wurde, liefen die Telefonleitungen heiß. Der Schlosspark sei zu einem Gesprächsthema in und um Fuchsmühl geworden.

"Das ist schlichtweg falsch", sagt Artinger. "Ich kann die Nachricht nicht im Raum stehen lassen", betont er und lässt ein deutliches Nein folgen. "Der weiträumige Schlosspark wurde und wird nicht verkauft. Er kann auch weiterhin von den Gästen genutzt werden."

Wie ein kleines, aber fehlendes Wort in einer Sitzungsvorlage große Wirkung haben kann, zeigt sich am Beispiel (vermeintlich) "verkaufter Schlosspark". Was war passiert? In einer nichtöffentlichen Marktratssitzung vor wenigen Wochen war seitens der Gemeinde beschlossen worden, ein rund 9900 Quadratmeter großes Areal zum Preis von 24.500 Euro zu übernehmen. "Erwerb des Schlossparks" kam wörtlich und deutlich in einer späteren öffentlichen Marktratssitzung zur Sprache.

"Straub-Garten"

Der Blick auf die Sitzungsunterlagen verrät: Es fehlte das Wort "ehemalig". Nicht der Park am Hotel, sondern das oberhalb gelegene Gelände in Richtung Güttern war gemeint, das man in Fuchsmühler Kreisen als sogenannten "Straub-Garten" kennt und früher zum Parkgelände gehörte. Bis zuletzt war das umzäunte Areal mit Buchenbestand in Privatbesitz einer unlängst verstorbenen Fuchsmühlerin und wurde - laut Aussage der Gemeinde - von den Erben an die Gemeinde veräußert.

Um dies klarzustellen, hat Bernd Artinger zu einem Pressegespräch gebeten. "Ich war ganz erstaunt und habe von der Übereignung, von der das Schlosshotel aber gar nicht berührt wird, aus der Zeitung erfahren." Seine Verärgerung zeigt er beim Gespräch nicht; Artinger bleibt sachlich und ruhig und bittet um Richtigstellung. "Machen Sie deutlich, dass wir davon nicht betroffen sind", sagt er im Gespräch mit Oberpfalz-Medien und ersucht darum, künftig vom "ehemaligen Schlosspark" zu sprechen, um weitere Irritationen zu vermeiden. Der Unternehmer findet aber - obwohl ein großes Missverständnis die Runde machte - auch eine positive Seite an der Falschmeldung: "Wir sind - trotz oder wegen des kleinen Fehlers - im Gespräch."

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