26.07.2019 - 11:05 Uhr
MünchenOberpfalz

Füracker: Bayern sollen schneller Surfen können

Die flächendeckende Versorgung Bayerns mit schnellem Internet kommt weiter voran. Auch die Oberpfalz soll bald flächendeckend mit mindestens 30 MBit/s surfen können.

Glasfaserkabel wird von einer Kabeltrommel gezogen. Laut Finanzminister Albert Füracker (CSU) kommt der Ausbau des schnellen Internets in Bayern voran.
von Jürgen UmlauftProfil

Nach Abschluss des laufenden Förderverfahrens werden gut 99 Prozent aller Haushalte auf eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (MBit/s) zugreifen können, kündigte Heimatminister Albert Füracker (CSU) in München an. Derzeit sind es rund 94 Prozent. "Wir sind auf einem sehr guten Weg ins Gigabit-Zeitalter", sagte Füracker. Ziel sei es, das schnelle Internet anschließend "bis ins letzte Gehöft" zu bringen. Inzwischen sei die Glasfaser "in jedem Dorf angekommen".

Ausweislich des aktuellen Breitbandberichts wird die Oberpfalz nach Abschluss des Förderprogramms fast flächendeckend mit mindestens 30 MBit/s versorgt sein. Lediglich in den Landkreisen Cham und Regensburg wird es dann noch größere Lücken geben. Insgesamt werden im Bezirk 536.000 Haushalte auf das schnelle Internet zugreifen können, etwas mehr als 99 Prozent. 223 der 226 Kommunen der Oberpfalz sind derzeit im Förderverfahren, 130 der maximal 180 Millionen Euro an Förderung sind inzwischen zugesagt. Dazu kommen noch Mittel aus dem Höfebonus für den Anschluss kleiner Weiler und aus dem Bundesprogramm.

Gut voran kommt nach Angaben Fürackers auch der Ausbau des "BayernWLAN". Landesweit seien inzwischen 20.600 Hotspots installiert, 1739 davon in Oberfranken. Zudem laufe das "BayernWLAN" in gut 1000 Bussen des öffentlichen Nahverkehrs. Fürackers kündigte eine Ausweitung der Förderung dafür an. Gut angenommen werde das Programm für den Glasfaseranschluss an Schulen und Krankenhäuser. 600 Einrichtungen seien inzwischen angeschlossen. Ab September gebe es die Förderung auch für den Anschluss von Rathäusern.

Nach Einschätzung der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (VBW) hat der Ausbau der digitalen Infrastruktur in Bayern zuletzt "beachtliche Fortschritte gemacht". Dies gelte vor allem für die ländlichen Regionen. Unzufrieden ist man dagegen mit der Netzabdeckung beim Mobilfunk. Fast zwei Drittel der von der VBW befragten Unternehmen verwiesen auf Beeinträchtigungen für die Tätigkeit ihrer Mitarbeiter, vor allem entlang häufig genutzter Verkehrswege. Hier müssten die "weißen Flecken" rasch beseitigt werden, um international den Anschluss nicht zu verlieren.

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