23.10.2019 - 13:32 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Der fürchtet kein Gelände

Im Grunde ist ein Diamant nichts anderes als kristalliner Kohlenstoff. Erst der richtige Schliff macht einen Edelstein daraus. Und was hat das mit Mitsubishi zu tun?

Markanter und kraftvoller fährt der neue Mitsubishi ASX in die kompakte SUV-Welt. Aber nicht nur der Auftritt ist neu. Vor allem unter der Haube hat sich viel getan.
von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Die Japaner haben gleich drei Diamanten im Firmenlogo und geben gerade der Modellpalette einen neuen Schliff. "Dynamic Shield" heißt ein Merkmal der modernen Formensprache, die auch dem ASX zu neuem Glanz verhelfen soll. Die mittlerweile vierte Verjüngungskur hat dem Kompakt-SUV jedenfalls sehr gut getan, ist mehr als nur ein bisschen aufgefrischtes Make-up. Kraftvoll und bullig präsentiert auch der nach Space Star und Eclipse Cross in Deutschland wichtigste Volumenträger das neue Markengesicht mit dem dominanten Kühlergrill und der auffälligen Leuchtgrafik.

Es ist sicher nicht nur der markante Auftritt, der in der Deutschlandzentrale des nach Toyota und Mazda drittgrößten japanischen Herstellers für zufriedene Gesichter sorgt. 2018 haben die 503 Händler 30 000 Autos mehr verkauft als noch fünf Jahre zuvor. Und die ersten drei Quartale heuer weisen erneut ein Wachstum von über 3,5 Prozent aus.

Doch zurück zum ASX. Der öffnet in der Modell-Hierarchie den Einstieg in die Cross-over-Welt, die vor allem vom Outlander Plug-in-Hybrid dominiert wird. Dass der Kompakte aber nicht die Lifestyle-Rolle übernimmt, erkennt man nicht nur an der robusten Optik. "Zu einem SUV gehört auch ein Allrad", begründen die Verantwortlichen die Rückkehr zum Four-Wheel-Drive, der optional für 1900 Euro im Programm steht.

Der arbeitet permanent mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung und lässt sich über drei Fahrmodi individuell an die aktuellen Erfordernisse anpassen. Das Spektrum reicht beim "4WD Auto" von 98 Prozent vorne bis zur symmetrischen Kraftverteilung auf beide Achsen. "4WD Lock" empfiehlt sich fürs anspruchsvolle Gelände oder den Anhängerbetrieb. Wer "2WD" drückt, treibt nur die Vorderräder an und spart Sprit.

Wer Allrad ordert, bekommt automatisch das vor allem in Japan so beliebte CVT-Getriebe (Continuously Variable Transmission), das sonst 1500 Euro kostet, eigentlich stufenlos arbeitet, sich bei Mitsubishi aber über Schaltwippen am Lenkrad auch manuell mit einem sechsstufigen "Sports Mode" bedienen lässt. Egal ob Frontantrieb oder Allrad: Unter der Haube ersetzt jetzt ein Zweiliter-Vierzylinder mit 150 PS das bisherige 1,6-l-Aggregat. Damit erhöht sich auch das maximale Drehmoment auf 195 Newtonmeter. Trotzdem wirkt der Cross-over in Verbindung mit dem CVT-Getriebe nicht ganz leichtfüßig. 11,7 Sekunden werden für den Standardsprint benötigt. Deutlich schneller ist das mit dem 5-Gang-Handschalter erledigt, die Höchstgeschwindigkeit liegt in beiden Fällen bei 190 km/h. Dass Euro 6d-Temp erreicht wird, versteht sich von selbst. Und auch dass neben einem modernen Infotainment-System ein ganzes Heer von Assistenten geordert werden kann. Die blicken zurück, voraus und in den toten Winkel, helfen beim Ein- und Ausparken, halten die Spur und bremsen zur Not.

Die Preise beginnen bei 20 990 Euro und lassen sich in drei Ausstattungslinien und zwei Einführungseditionen bis auf 32 890 Euro steigern. Bis Ende des Jahres gibt’s allerdings einen Einführungsrabatt von 3000 Euro. Und das ist doch ein Wort bei der starken Konkurrenz auf dem SUV-Markt.

Bullige Front mit dominantem Kühlergrill und einer auffälligen Leuchtgrafik kennzeichnen den aktuellen ASX.
Wer mit Mitsubishis Kompakt-SUV ins Gelände geht, muss keine Verschränkung fürchten.

Bildergalerie zum neuen Mitsubishi ASX

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