Eine Sternfahrt aus dem großen Kreisgebiet führte die Vereinsvertreter nach Fürnried im Birgland. Dem dortigen Verein war zu seinem 100-jährigen Bestehen die Ausrichtung der großen Versammlung übertragen worden. Im bunt geschmückten Laurer-Saal fühlte sich die große Gartlerfamilie wohl, wie Kreisvorsitzender Landrat Richard Reisinger erfreut feststellte.
6800 Mitglieder
Die Brücke zwischen Landwirtschaft und Gartenbau schlug Matthias Feierler vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Amberg. Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann stellte ihre Gemeinde vor. Kerstin Bodendörfer-Kellner als Vorsitzende des gastgebenden Obst- und Gartenbauvereins gab einen Einblick in dessen 100-jähriger Geschichte und lud zu den Jubiläums-Veranstaltungen ein. In seinem Jahresbericht hatte Vorsitzender Richard Reisinger die Gartenfachberaterin des Landratsamtes Michaela Basler als Unterstützung an seiner Seite. Vom Besuch von Würzburg und des Quittenmuseums bis zu Besuchen beim Biohof der Familie Heldrich in Frechetsfeld und der Oedmühle reichte das Geschehen im Kreisverband. Dieser ist mit 48 Vereinen und über 6800 Mitgliedern eine bedeutende Größe. Geregelte Finanzen präsentierte Kassier Roland Maier. Mit Spenden und Zuschüssen ließen sich die Unterstützung von Ortsvereinen und Druck der Broschüre reibungslos erledigen. Die Kassenprüfer Günther Krella und Maria Hummel lobten die einwandfreie Buchführung.
Einer der Hauptpunkte der Versammlung war die Änderung der Satzung. Diese musste der landesweiten Mustersatzung angepasst und in einigen Bereichen ergänzt werden. Aus Haftungsgründen ist es laut Richard Reisinger unumgänglich, künftig als "eingetragener Verein" zu fungieren. Die Bezeichnung Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege Amberg-Sulzbach soll die Vereinsziele besser darstellen. Wichtig sei es auch, die Kinder- und Jugendarbeit in den Vereinen, den Datenschutz und den einfacheren Modus bei Neuwahlen und im Geschäftsbetrieb in der Satzung festzuhalten. Die Vereinsvorstände hatten alle Änderungen bereits im Vorfeld erhalten und votierten einstimmig für die neue Satzung.
Das Programm für 2019 umfasst wieder die bewährten Aktionen. Dazu kommen einige Vereinsjubiläen. Schwerpunkt ist die Hinführung der Jugend zu Natur und Umwelt. Begonnen wurde dies bereits 2018 mit dem bayernweiten Wettbewerb "Streuobst-Vielfalt - Beiß rein". Die großen Erfolge der teilnehmenden Vereine aus Edelsfeld, Freudenberg, Fürnried, Großschönbrunn, Iber, Kastl und Sigl konnte man auf fröhlichen Bildern erahnen. Eine kleine Belohnung erfuhren die Vorsitzenden mit dem neuen Apfelbuch. Michaela Basler rief zu weiteren Initiativen auf diesem Gebiet auf. Sie schlug dazu einen Arbeitskreis vor, der sich darum kümmern könnte.
Werbung in Baugebieten
Zur Gewinnung neuer Mitglieder sollen die Gartler in Neubaugebieten werben und die Dienste ihres Vereins bei der Gestaltung des Hausumfelds anbieten. Ebenso sollten die Vereine ihre Internet-Auftritte erneuern und das eigene sowie das aktuelle Kreisprogramm einstellen.














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