Am 31. Mai wurde Pfarrer Volker Dörflein in einem Gottesdienst in der St. Willibalds-Kirche in Fürnried offiziell entpflichtet. Die Entpflichtung nahm Dekanin Ulrike Dittmar vor. Auch der Kirchenvorstand Fürnried verabschiedete Pfarrer Dörflein. Der Chor "Zusammenwachsen" wirkte an der Gestaltung des Gottesdienstes mit. Musikalisch setzten mehrere Gemeindelieder Akzente, darunter „Ich danke meinen Gott“ und zum Ende hin „Geh unter der Gnade“. Zwischen den Strophen lagen stille Momente, in denen die Anwesenden das Gesagte wirken ließen. Dekanin Dittmar bezeichnete die Entpflichtung als „keinen leichten Schritt“, zugleich aber als einen Schritt „im Vertrauen auf Gott“. Pfarrer Dörflein trete damit in den Ruhestand ein, bleibe jedoch „berufen“, machte sie deutlich und verwies auf die seelsorgerliche Prägung eines Pfarrers über die aktive Dienstzeit hinaus. In der Predigt wurden biblische Linien aufgenommen, darunter Gedanken aus dem Römerbrief: Trübsal bringe Geduld, und „Die Liebe Gottes ist ausgegossen“. Die Worte klangen wie ein Deutungsrahmen für Abschied und Übergang. Mehrfach fiel der Satz, wenn eine Türe zugehe, gehe eine neue auf. Als Leitmotiv schimmerte eine Formulierung durch, die auch als Buchuntertitel bekannt ist: „Gott nach Hause holen“. Im Gebet wurde für Dörflein gedankt, für Gelungenes in der gemeinsamen Zeit und für das, was Menschen in Gottesdiensten, bei Hochzeiten und Taufen sowie beim Abendmahl als stärkend erlebt hätten. Zugleich blieb Raum für Selbstprüfung: Es wurde um Vergebung gebeten für das, was schuldig geblieben sei. Pfarrer Dörflein bezeichnete das Leben als etwas wunderbar Ernsthaftes. Dieses hängt an einem seidenen Faden. Der seidene Faden hält doch. Er sprach zum Abschied über Wehmut, Dankbarkeit, Glaube und Schweigen. Er war, ist und bleibt mit Herzblut Pfarrer. Sein Dank galt Frau Dekanin Dittmar als seine Vorgesetzte und der Gemeinde für die kurze, intensive Zeit im Birgland. In seinem Herzen stecke ganz viel Dankbarkeit. Er forderte auf: "Lebe nicht weiter, ohne jetzt zu leben." Für den Kirchenvorstand sprach Pfarrer Thomas Schertel und übergab ein kleines Geschenk. Die Gemeinde verließ die Kirche in ruhigem Gespräch, getragen von Dank und Wehmut.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Meistgelesene Artikel
Zum Fortsetzen bitteE-Mail eingeben
Sie sind bereits eingeloggt.
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.