20.05.2019 - 16:01 Uhr
Fuhrmannsreuth bei BrandOberpfalz

Feuerwehr Fuhrmannsreuth feiert Geburtstag

Feuerwehrsport, Konzert, Zeltfest und Festzug: es war alles dabei was zu einem zünftigen Jubiläumswochenende gehört: Die Freiwillige Feuerwehr Fuhrmannsreuth feierte ihre Gründung vor 125 Jahren.

von Werner RoblProfil

Die Floriansjünger um ihren Vorsitzenden Raimund Hofmann machten aus ihrem dreifachen "Geburtstag" ein zweitägiges Event. Gefeiert wurde nicht nur 125 Jahre Fuhrmannsreuther Feuerwehr, erinnert wurde zudem auch an 35 Jahre Damen- und Jugendfeuerwehr. Die Verbindung von Sport und Festabend mit den "Stoapfälzer Spitzbuam" am Samstag, zudem auch der Sonntag - mit Höhepunkt: einem Umzug zum Festzelt - fanden Anklang.

Beim ökumenischen Sonntagsgottesdienst erinnerten der katholische Pater Joy und sein evangelischer Amtskollege Andreas Kraft an Sankt Florian. In den Mittelpunkt der Festmesse rückte die verdienstvolle Arbeit der Brandschützer, die 1894 ihre Geburtsstunde erleben durften.

50 Gruppen

Die Schirmherren seien für das Wetter verantwortlich, versicherten Landrat Wolfgang Lippert und Landtagsabgeordneter Tobias Reiß beim Eintreffen der Vereine am Feuerwehrhaus. Belohnt wurde die rund eineinhalb Jahre dauernde Vorbereitung aber wohl doch von oben: Petrus schickte neben ein paar Wolken viel Sonnenschein in den Fichtelgebirgsort.

Mit einem Böllerknall und den ersten Takten der Festkapelle starteten die Teilnehmer pünktlich um 13 Uhr am Weiherweg, um von dort in die Brander Straße einzubiegen. Ziel war der Festplatz am Gregnitzweg, den Helmut Bauer zur Verfügung gestellt hatte. Die Steinwaldmusikanten aus Pullenreuth führten den Umzug an. Den Schirmherren und Vertretern des Jubelvereins folgten die Kommunalpolitiker aus Brand, Vertreter der Landkreis-Feuerwehr-Führungskräfte und weitere Ehrengäste, unter ihnen auch Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und Kreisbrandrat Andreas Wührl mit seinen Führungskräften.

Rund 50 Gruppen hatten sich für eine Teilnahme am Festzug angemeldet, darunter rund 30 Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis. Mit dabei waren auch die Fichtelgebirgskapelle aus Ebnath, das Kinderhaus "Don Bosco", der Brander Pfarrgemeinderat, der Burschenverein aus Unterlind, die Brander Soldaten- und Reservistenkameradschaft sowie die Fuhrmannsreuther Krieger- und Soldatenkameradschaft. Ein besonderer Blickfang war die historische Feuerspritze der Feuerwehr Fuhrmannsreuth von 1894. Nicht fehlen durften freilich auch die Festdamen und die Frauen, die den Verein beim letzten Gründungsfest vertreten hatten.

Begrüßt wurden alle von den Lochbühler Böllerschützen, die am Festgelände nicht müde wurden, immer wieder nachzuladen. Die Pullenreuther Blaskapelle spielte ein Ständchen, um danach die Bühnen-Plätze einzunehmen. Fahnen bildeten ein Ehrenspalier, das Festzelt war voll.

Das Bier floss bereits in Strömen, Kaffee und Kuchen fanden Abnehmer, als Vorsitzender Raimund Hofmann die Bühne betrat, um die zahlreichen Gäste willkommen zu heißen. "125 Jahre Feuerwehr bedeuten nicht nur feiern, sondern auch mehr als ein Jahrhundert lang Dienst am Nächsten zum Schutz von Haus und Hof", sagte der Fuhrmannsreuther Vorsitzende. "Die Zeiten haben sich geändert." Mehr und mehr sei man zu technischen Hilfsleistern geworden. Verlangt werde viel an Wissen und an Ausrüstung, fügte er hinzu.

Feiern bis in die Nacht

Als Geburtstagsgeschenk hatte Landrat Wolfgang Lippert einen 1000-Euro-Scheck mitgebracht. "Ich bin stolz, Schirmherr zu sein", verwies Lippert auf seinen Auftrag. Dankbar zeigte sich der Landkreischef der "modernen Fuhrmannreuther Feuerwehr" und deren Engagement gegenüber.

Den Worten Lipperts schloss sich der zweite Schirmherr, Tobias Reiß, an. In kurzen Ansprachen gratulierten Pfarrer Andreas Kraft, zweiter Bürgermeister Christian Drehobel und Albert Rupprecht. Glückwünsche des Kreisfeuerwehrverbandes hatte Kreisbrandrat Andreas Wührl vorbereitet. Im Namen des Brander Patenvereins überreiche Vorsitzender Benedikt Drehobel ein Geburtstagsgeschenk.

Gefeiert wurde im und am Zelt bis in den späten Abend hinein. Wer Mut hatte, konnte sein Geschick beim Bullriding probieren, zudem waren für die Kinder Attraktionen vorbereitet.

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