Gärmersdorf bei Kümmersbruck
28.09.2018 - 14:38 Uhr

Statt Brücke eine Lücke

Seit Juni ist die Verbindungsstraße von Kümmersbruck nach Gärmersdorf gesperrt. Eine Brücke über den Krumbach muss erneuert werden. Zumindest über den Winter soll jedoch - je nach Witterung - die Zufahrt wieder möglich sein.

Über die Widerlager wird sich über den verrohrten Krumbach die neue Brücke spannen Bild: Klaus Högl
Über die Widerlager wird sich über den verrohrten Krumbach die neue Brücke spannen

Eine Aufhebung der Vollsperrung der AS 27 hängt jedoch vom Wetter ab. 2019 können die Arbeiten wieder fortgesetzt werden. Im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag hatten Bürgermeister Roland Strehl und sein Kämmerer Reinhold Wagner eine gute Botschaft parat: Für den Bau der Brücke in Gärmersdorf ist eine Festbetragsförderung von 710 000 Euro in Aussicht gestellt, das sind immerhin rund 50 Prozent Gesamtkosten. Mittlerweile sind die Neubauarbeiten im vollen Gange. Dort wo sich die alte Brücke über den Krumbach gespannt hat, klafft jetzt ein riesiges Loch. Für die mehrmonatige Bauzeit ist die Verbindungsstraße von Gärmersdorf nach Kümmersbruck gesperrt. Die Notwendigkeit scheint auf das Verständnis in der Bevölkerung zu stoßen, so Strehl. Eine weiträumige Umfahrung ist ausgeschildert.

Die Vollsperrung betrifft nicht das Betriebsgelände der Autoreparaturwerkstatt. Kunden können von Moos kommend über die Nabburger Straße die Werkstatt während der Bauzeit erreichen. "Die Komplexität der Arbeiten lässt nur die Variante Vollsperrung zu", heißt es aus dem Bauamt. Auch Bus- und Schulbuslinien werden umgeleitet.

Zahlen und Fakten:

Alte Brücke

Die alte Brücke wurde 1956 erbaut. Ihr maroder Zustand war seit den 80er Jahren bekannt und wurde seit Jahrzehnten im Investitionsprogramm der Gemeinde „geschoben“. Die Tonnage konnte seit Jahrzehnten nicht mehr eingehalten werden. Bei der Sanierung der Kreisstraße 27 stellten die Statiker im Bauabschnitt 1 fest, dass die Traglast bei 2,5 Tonnen liegt. Zuletzt konnte eine Behelfsbrücke (seit 2015) die maximale Belastung von neun Tonnen garantieren. Die Entscheidung über die Erneuerung fiel im Juni 2015.

Neue Brücke

Ausführende Firma: Engelhard Amberg

Auftragsvolumen: etwa 1,5 Millionen Euro

Höhe über den Krumbach: 2,80 Meter

Lichte Weite der Brücke (überspannte Fläche): 10,5 Meter

Gesamtlänge: 12,50 Meter

Festbetragsförderung: 710 000 Euro (knapp 50 Prozent der Kosten)

Derzeit: Bau AS 27 (Kanal, Leitungen, Unterbau) und vorbereitende Arbeiten für das Widerlager der Brücke. Über den Winter soll die AS 27 für den Verkehr geöffnet werden.

Die alte Brücke ist längst abgerissen. Bild: Klaus Högl
Die alte Brücke ist längst abgerissen.
 
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