04.06.2019 - 14:43 Uhr
GebenbachOberpfalz

16 Jahre später die Erschließung

Mit gut 650 000 Euro rechnet Gebenbach bei der Erschließung des Baugebiets Kainsricht West. Die Erschließung kann nun starten. Die ersten Planung reichen ins Jahr 2003 zurück.Mit 3,5 Millionen wird der kommunale Haushalt festgelegt.

Im Baugebiet Kainsricht West, dessen erste Planungen schon 2003 erstellt wurden, werden zehn Parzellen durch eine Ringstraße erschlossen, die von der Gemeindeverbindungsstraße nach Hahnbach (unterer Bildrand) abzweigt. Nun müssen nur noch Bauwillige gefunden werden, die hier auch bauen wollen.
von Autor GFRProfil

Zehn Parzellen werden über eine 6,5 Meter breite Ringstraße erschlossen. Mitten in dem Areal ist ein Grün-Oval vorgesehen, das als Spielplatz oder Gemeinschaftsfläche genutzt werden soll. Zur Wasserversorgung meinte der mit der Planung befasste Diplomingenieur Ferdinand Leidner vom Büro Seuss Ingenieure, dass der Wasserdruck grundsätzlich ausreichend sei, außer es würden große Mengen Löschwasser benötigt.

Zisternen oder Teiche

Aber dann breche im ganzen Ort die Wasserversorgung sowieso zusammen. Zu empfehlen seien Löschwasser-Zisternen oder genügend große Löschteiche. Von den Erschließungskosten entfallen 160 000 Euro auf den Straßenbau, fast 100 000 Euro auf die Wasserversorgung und circa 250 000 auf die Entsorgung von Schmutz- und Regenwasser. Rechne man die Planung hinzu, käme man auf etwa 650 000 Euro, so Leidner.

Mit zehn auswärtigen KLJB-Vereinen und gut 200 beteiligten Personen rechnet die KLJB Gebenbach beim "Spiel ohne Grenzen" am Samstag, 17. August. Dafür will die KLJB den Festplatz im Irl nutzen. Grundsätzlich ist der Gemeinderat mit den KLJB-Plänen einverstanden, soweit eine Gaststättenerlaubnis vorliege, Musik nur bis ein Uhr spiele, keine offenen Feuerstellen brennen, abgesehen vom Bratwurstgrill, und für Notfälle ausreichend Löschwasser und Geräte vorgehalten werden.

Ausgiebiger befasste sich das Gremium mit dem Haushalt 2019, der mit insgesamt fast 3,5 Millionen Euro festgesetzt wurde und zum Vorjahr um 3,3 Prozent gestiegen ist. Die Schulden werden zum Jahresende voraussichtlich gut eine Million Euro Euro betragen, was zu einer Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von fast 1130 Euro führen wird. Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen wurden auf bis zu 300 000, Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt auf 1.25 Millionen Euro festgesetzt. Unverändert bleiben Hebesätze für Gemeindesteuern. Der Höchstbetrag für Kassenkredite wurde mit 200 000 Euro fixiert. Der größte Einnahmeposten im Verwaltungshaushalt ist mit 570 000 Euro der Einkommenssteueranteil, knapp über 200 000 Euro liegt die Gewerbesteuer, knapp unter 300 000 Euro Schlüsselzuweisungen und Zuschüsse vom Freistaat Bayern.

400 000 Euro für Landkreis

Große Ausgabeposten seien, so Bürgermeister Peter Dotzler, die Kreisumlage mit knapp über 400 000, der Kindergartenbetrieb mit fast 200 000 sowie Straßenunterhalt, Kläranlage und Bauhof mit etwa 240 000 Euro. Im Vermögenshaushalt sind knapp 280 000 Euro für ein Feuerwehrfahrzeug eingeplant, über 280 000 Euro für die Dorferneuerung Kainsricht und 250 000 Euro für Ortsstraßen, Kernwege, Bauhof und Kläranlage.

"Das reichlich vorhandene Geld nutzen und mehr investieren", meinte Dominik Obermeier. Gut aufgestellt sei der Haushalt, so Markus Rösch, auch wenn der Verwaltungsteil jedes Jahr steige. Er drängte, die Innenentwicklung von Gebenbach voranzutreiben, weitere Gewerbeansiedlung zu ermöglichen, und dann sollte sich die Gemeinde Gedanken darüber machen, wie man die Zahl der Einwohner erhöhen könnte.

Franz Gottschalk lobte mit Zustimmung des gesamten Gremiums Neu- Kämmerer Dominik Höllerer für die Aufstellung des Etats. Den gestiegenen Verwaltungshaushalt begründete Dotzler mit zusätzlichem Personal und Investitionen für die Feuerwehr. Die Innenentwicklung von Gebenbach wegen zahlreicher Leerstände zu überplanen, sei problematisch, da die Gebäude Privateigentum seien. Allseits Zustimmung fanden die Haushaltssatzung 2019, der Finanzplan für 2018 bis 2022 sowie der Stellenplan 2019. Bürgermeister Dotzler informierte über das Sicherheitsgespräch mit der Polizei, die in der Gemeinde alle Straftaten, ausgenommen der versuchte VR-Bank-Automatenaufbruch, aufklären konnte.

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