Mit einem zünftigen "Bayern, des san ma mia! Jawoll!" wird das Publikum von seiner andächtigen Sitzhaltung erlöst. Die 17 ehemaligen Domspatzen knacken gleich zu Beginn das Vorurteil der seligen Kirchenmusikanten, die mit Engelsstimmen das Lob Gottes verkünden.
Obgleich ihr Auftreten sicherlich den Anschein erwecken mag. In Gebenbach auf der Freilichtbühne in Irl bleibt die Stimmung jedenfalls gelöst. Denn, wenn das Renner-Ensemble aus Regensburg einstimmt mit "Leut, Leut, müssts lustig sein, derfts ja net traurig sein" folgen die Besucher freilich.
Gegeben den Umständen, wie dem mystischen Wald und dem lauen blauen und violetten Licht auf der Bühne, könnten deren Klänge wohl schon hypnotisierend wirken. Es ist dennoch ein Wechselbad der Gefühle - wie die Geschichte des Freistaates. Um den Opfern des Ersten Weltkrieges zu gedenken, singt der Chor das "Gebet im Krieg" von Wilhelm Kienzl. Sein Programm "Mythos Bayern" führt durch eine geschichtliche Zeitreise mit Anekdoten und besingt Freude am Dialekt, Bauwerke und selbstverständlich Bier und Kulinarisches. Mit neu geschriebenen und angepassten Chorsätzen gelingt es Dirigent Hans Pritschet das Beste aus Bass, Bariton und Tenor zu illuminieren. Zum dritten und letzten Mal organisierte der CSU-Ortsverband das Sommerkonzert im Irl mit dem Männerchor aus Regensburg.
Trotz großer Beliebtheit und ausverkauften Plätzen sei der Aufwand zu groß, erklärt Vorsitzender Markus Rötsch. Dennoch suche der Ortsverband nach einer neuen Idee, um Gebenbach im kommenden Jahr wieder mit einer kulturellen Veranstaltung zu bereichern.
Gebenbach
25.07.2018 - 15:33 Uhr
Aller guten Dinge sind drei
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