28.10.2018 - 10:28 Uhr
GebenbachOberpfalz

Brand nach versuchtem Aufbruch eines Geldautomaten

Unbekannte haben in Gebenbach einen Geldautomaten knacken wollen und dabei einen Brand ausgelöst. Nun sucht die Polizei Zeugen.

In dieser Bank in Gebenbach hat es gebrannt, nachdem Unbekannte versucht hatten, einen Geldautomaten zu knacken.
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Der Alarmruf läuft am Sonntagfrüh kurz nach 2 Uhr bei der Einsatzzentrale der Polizei Oberpfalz in Regensburg auf: Brand in einer Bank in Gebenbach. An der Brandstelle entdecktes Werkzeug lässt auf „heiße Arbeit“ schließen.

„In den frühen Morgenstunden des Sonntags haben Unbekannte versucht, einen Geldautomaten gewaltsam zu öffnen“, heißt es im Polizeibericht. Es handelt sich um die Filiale der Volksbank-Raiffeisenbank Amberg, gelegen an der Hauptstraße. Das Vorhaben scheiterte jedoch.

Nach den ersten Ermittlungen dürfte das Feuer bei dem Versuch, den Automaten zu knacken, entstanden sein. Durch die ersten Polizeistreifen vor Ort konnten die drei Bewohner der über der Bank liegenden Wohnung gewarnt und aus dem Haus gebracht werden. Zwei wurden später wegen einer vermutlichen Rauchgasinhalation vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Nach den Löscharbeiten wurde in dem betreffenden Raum Werkzeug festgestellt – ein Indiz für die „heiße Arbeit“ der Unbekannten. Schon während des Anrückens mehrerer Streifenwagen hatte die Einsatzzentrale der Polizei eine umfangreiche Fahndung eingeleitet. Diese verlief ohne Erfolg. Von den Tätern fehlte zunächst jede Spur.

Die Kriminalpolizei Amberg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Neben der Spurensicherung und -auswertung sowie den umfangreichen Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen erhoffen sich die Beamten Hinweise aus der Bevölkerung. Wer hat in den Nachtstunden von Samstag auf Sonntag oder auch bereits während des Tages im Bereich der Hauptstraße in Gebenbach oder dem nahen Umfeld Personen oder Fahrzeuge bemerkt, die mit der Tat in Zusammenhang stehen können? Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Amberg (09621/890-0) entgegen.

Die VR-Bank-Filiale hatte im September 2016 schon einmal für Schlagzeilen gesorgt: Ein damals 75 Jahre alter Teilzeit-Mitarbeiter des Geldinstituts war per Tür-Chip in die zur Mittagszeit verwaisten Kassenräume gelangt. Dort räumte er eine Geldschublade aus und holte aus dem offenstehenden Tresor Bares im Gesamtwert von über 72 000 Euro. Damit verschwand er, und es gab wochenlang kein Lebenszeichen von ihm.

Gut vier Wochen nach der Tat stellte er sich in Amberg selbst bei der Polizei. Dabei hatte den verbliebenen Rest der Beute in Höhe von 61 000 Euro bei sich. Ausgegeben hatte er das fehlende Geld bei Touren durch Südbayern und an die Nordsee. Verurteilt wurde er wegen Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren mit Bewährung.

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