Ein weiteres Großprojekt plant der Atzmannsrichter Landwirt und Unternehmer Sebastian Kraus – und zwar eine Photovoltaik-Freiflächenanlage östlich der Straße von Gebenbach nach Atzmannsricht, etwa gegenüber seiner Biogasanlage. Auf einer Fläche von gut drei Hektar sollen die PV-Module aufgestellt werden, um rund 2,7 MW installierter Modulleistung aus der Sonneneinstrahlung zu produzieren. Bereits in einer Sitzung im Dezember 2025 hatte der Gebenbacher Gemeinderat eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen, ebenso die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, wie Behörden und Verbände sowie angrenzende Kommunen.
Bürgermeisterin Susanne Lindner informierte ihren Gemeinderat über die Stellungnahmen des Landratsamts Amberg-Sulzbach, sei es Wasserecht, Immissionsschutz oder Umwelt- und Naturschutz. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, so Susanne Lindner, bestehe bei Grabungsarbeiten auf einer archäologischen Begleitung. Außerdem habe zur Vermeidung von Eingriffen in Bodendenkmäler die Fundamentierung der PV-Module durch punktuelle Ramm- und Schraubfundamente zu erfolgen. Für das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten muss sichergestellt sein, dass während der Bauzeit der PV-Anlage angrenzende landwirtschaftliche Flächen bewirtschaftet werden können.
Der Bayerische Bauernverband wies in seiner Stellungnahme darauf hin, dass Jagdreviere durch die PV-Anlage beeinträchtigt werden könnten und da müsse sich der Investor mit den zuständigen Jagdgenossenschaften auf einen finanziellen Ausgleich einigen. Einstimmig nahmen die Gebenbacher Gemeinderäte die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange entgegen, wobei bei den jeweiligen Abstimmungen CSU-Gemeinderat Sebastian Kraus als Beteiligter an der Abstimmung nicht teilgenommen hat.
Bereits in seiner letztjährigen Oktobersitzung hatte sich der Gebenbacher Gemeinderat mit dem gemeinschaftlichen Rahmenbetriebsplan der Firmen Strobel Quarzsand GmbH und Asmanit Dorfner GmbH & Co Mineralaufbereitungs KG zur Erweiterung des Tagebaus Sandholz befasst. Schon vor Jahren sei den Abbauplänen zugestimmt worden, wenn die Sandabfuhr ausschließlich über die Bundesstraßen B299 und B14, keinesfalls aber durch Atzmannsricht erfolge. Die Kainsrichter Quellen seien zu schützen und die Hahnbacher Wasserversorgung müsse sichergestellt werden. In seiner letzten Sitzung beschloss der Gebenbacher Gemeinderat einstimmig, dass auch weiterhin bei der Sandabfuhr die Orte Kainsricht und Atzmannsricht nicht befahren werden dürften. Postweg und Hohe Straße sind von den Sandgrubenbetreibern staubfrei auszubauen, landwirtschaftliche genutzte Nachbarflächen müssen mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen angefahren werden können und eine Rekultivierung aufgelassener Tagebaugruben sei zeitnah sicherzustellen.
Bürgermeisterin Susanne Lindner erinnerte kurz an den vom Bundespräsidenten angeregten Ehrenamtstag, bei dem sie an verdiente Vereinsfunktionäre Ehrennadeln überreicht habe. 10-jähriges Jubiläum habe der Waldkindergarten kürzlich gefeiert und wenn alles planmäßig verlaufe, könne der Glasfaserausbau in Gebenbach zu Jahresende abgeschlossen sein.













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