22.08.2019 - 14:03 Uhr
GebenbachOberpfalz

Gemeinderat Gebenbach diskutiert über Innenentwicklung des Orts

Ganz im Zeichen der Innenentwicklung steht die Sitzung des Gebenbacher Gemeinderats. Zwei Planungsbüros präsentieren ihre Vorstellungen für einen dafür erforderlichen Dorferneuerungsplan.

von Autor DPEProfil

Bei der Zusammenkunft, an der auch die zuständigen Sachbearbeiter Bettina Witt und Markus Götz vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Tirschenreuth teilnahmen, stellten Nadja Häupl und Peter Kunze ihr Büro namens „Orte Gestalten“ aus München vor, das erst vor drei Jahren gegründet worden ist. Dessen Schwerpunkte liegen auf räumlichen Entwicklungskonzepten für den ländlichen Raum. Sie gingen auf die in der Ausschreibung geforderten Projektschritte ein. Gleiches tat die Arbeitsgemeinschaft Schwirzer, der das Planungsbüro UMS aus Leipzig, das Landschaftsarchitekturbüro Röth aus Amberg und das Architekturbüro Schwirzer aus Freihung angehören. Wie Christine Meyer vom Büro Röth und Heinrich Schwirzer erklärten, könne man gemeinsam bereits einige Erfahrung bei Dorferneuerungs- und Innenentwicklungsprojekten vorweisen.

Bei dem Projekt in Gebenbach geht es um die Analyse des Ortskerns, um die Suche von neuen Nutzungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit den betroffenen Grundstückseigentümern, die Leitung einer Zukunftswerkstatt, die Präsentation der ersten Konzepte, die Erarbeitung eines Innenentwicklungskonzepts Gebenbach 2.0 und die Erstellung einer Gestaltungssatzung für den Ortskern. Die Planer zeigten anhand eines Zeitplans auf, dass diese Arbeiten innerhalb eines Jahres zum Erfolg geführt werden können.

Gemeinderat Markus Rösch war es wichtig, bei der Innenentwicklung Gebenbachs keine Zeit mehr zu verlieren. Die abgegebenen Angebote seien bereits im Vorfeld vom ALE positiv bewertet worden. Bürgermeister Peter Dotzler erklärte, dass das Planungsbüro in der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung ausgewählt werde und das ALE den Auftrag erst nach erfolgtem vorzeitigen Maßnahmenbeginn vergeben könne.

Das Gremium genehmigte den Bauantrag für einen Naturpools mit Biofilter in der Irlstraße und die Bauvoranfrage für ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage in Pultdach-Ausführung an der Schafleite. Die Errichtung einer Beton-Grenzmauer im Gänswinkel wurde auf eine maximale Höhe von 1,40 Meter begrenzt. Ebenso muss ein Abstand zur Straße eingehalten werden. Für das Bauleitplanverfahren Sondergebiet Photovoltaik Thansüß-Süd III in Freihung gab der Gemeinderat keine Stellungnahme ab.

Die Räte gaben für die Vereine in der Gemeinde wie im Vorjahr eine Zuwendung von insgesamt 4550 Euro frei. Mit dem Geld will man vor allem das ehrenamtliche Engagement, das kulturelle Wirken und die Jugendarbeit der Vereine honorieren. Bürgermeister Dotzler berichtete dass das Wasser im Badeweiher Atzmannsricht laut einer Kontrolle den Anforderungen entspreche. Aktuell habe die Gemeinde 900 Einwohner. Für die kommunale Verkehrsüberwachung habe die Kommune im ersten Vierteljahr 6725 Euro ausgegeben, demgegenüber stünden Einnahmen in Höhe von 4900 Euro.

Gemeinderat Werner Kohl erkundigte sich über die Straßeninstandsetzung in Atzmannsricht sowie am Urspringer Weg. Dritter Bürgermeister Dominik Obermeier erkundigte sich über den Stand von Dorferneuerung, Wasserversorgung und Baugebiet in Kainsricht, und Zweiter Bürgermeister Cajetan Kredler über Salzsilo und Mobilfunkmast. Gemeinderat Hans Jürgen Zintl sprach klappernde Kanaldeckel in der Irlstraße an. Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.

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