05.06.2019 - 11:22 Uhr
GebenbachOberpfalz

Grandioses Frühjahrskonzert der Blasmusik Gebenbach

"Musikalischen Hochgenuss" versprach Bürgermeister Peter Dotzler beim Konzert der Blasmusik in der Mehrzweckhalle. Angelika Schöpf, Dirigentin des Nachwuchsorchesters und Gerhard Böller, Dirigent des Hauptorchesters, lösten dies top.

Manch Neue sind Wiedereinsteiger und Opa Hans (am Schlagzeug inm Hintergrund) ist Probenkönig.
von Autor MMAProfil
Beim Dschungelbuch gingen sogar mancher Eule Augen und Ohren auf.
Die Beschenkten: Gerhard Böller, Angelika und Theresa Schöpf freuten sich mit Vorstand Simon Lösch über das hervorragende Konzert.

Feierlich-festlich und exakt eröffnete das Jugendorchester mit der "Fanfare for a celebration" des Belgiers Charles Michiels den Abend. Blasmusik-Vorsitzender Simon Lösch hieß das Publikum willkommen, darunter Bundesdirigent Toni Lottner.

Scheibe abschneiden

Angelika Schöpf zeigte sich zu Recht stolz auf ihren "coolen Haufen" mit "neuen Alten", den fleißigen Verstärkern aus dem Hauptorchester und "Opa Hans" (Kredler), von dem sich alle "eine Scheibe abschneiden" könnten. Das "Just like fire" von Pink, arrangiert von Michael Kamuf, kam in fröhlichem Rhythmus und melodiös vor der "Promenade". Terry Kenny hatte jenen Spaziergang vorbei an "Bildern einer Ausstellung" nach Modest Mussorgsky arrangiert. Getragen von der einfühlsamen Musik wanderten die Zuhörer gerne mit. Pointierter Glanzpunkt war die Zugabe mit "Radioaktiv".

Das große Hauptorchester überzeugte wie gewohnt. Fulminant und in seiner Präzision überzeugend weckte die "Fanfare for a new horizon" von Thomas Doss Abenteuerlust auf eine ferne Welt. Diese tauchte prompt, unterstützt von Stofftieren, mit der langen aufregenden Reise des kleinen Mogli im "Jungle book" auf. Sogar Dirigent Böller schmückte sich mit einem Kuschellöwen. Gänsehaut war vom ersten Takt an angesagt bei Ennio Morricones Wild-West-Melodie "Spiel mir das Lied vom Tod". Da trampelten tatsächlich musikalische Pferde durch die Halle und steigerten zunehmend die Spannung.

Das "Porträt of a city III. Downtown" von Philip Sparke versetzte swingend und lebensfroh ins pulsierende Nachtleben einer Großstadt, mit manchem Licht, aber auch dunklen geheimnisvollen Schatten. Mit den "Magnificent Seven" Elmer Bernsteins ging es in die Anfänge der Kolonisierung Amerikas, wo An- und Entspannung sich abwechselten und der Gebenbacher wilde Westen fröhliche Urständ feierte.

"Träumend und entspannt auf einer belebten Sommerwiese in einer malerischen Landschaft" fand sich das Publikum bei Hiroki Takahashis "Fields Overture" wieder. Dramatischer wurde es bei "Elisabeth" von Kunze und Levay. Jenes Drama einer starken modernen Frau begann schrill mit dem bedrohenden Todesmotiv, welches Musik und auch Elisabeths Leben durchzog. Manch melancholische Momente, imposant und berührend zugleich, wusste das Hauptorchester sensibel zu interpretieren.

Ein Elefantengeschwader

Vor dem offiziell letzten Stück dankte Lösch allen Beteiligten herzlich und beschenkte Moderatorin Theresa Schöpf und Dirigentin Angelika Schöpf. Fürs Hauptorchester überreichte Marion Giehrl, die Sprecherin der Aktiven, Gerhard Böller ein unter anderem mit Salzstangen gefülltes Bierglas. Daraufhin ließ Böller nicht nur seinem "dreiköpfigen Elefantengeschwader", dem "multi einsatzbaren und zuverlässigen" Philipp Senft, sondern dem ganzen Orchester Rosen überreichen.

Wie bei manchen Proben, so war auch "Freud und Leid" Thema des nächsten Stückes. Begeisterter Applaus dankte allen Musikern für den bravourös gespielten "Kampf um einen Platz am Broadway" an der "Chorus Line", einem der erfolgreichsten Musicals, von Hamlich und Kleban. Die "Borkovicka", eine Polka und der "Fredericus Rex" als Zugaben entließen eine wiederum restlos zufriedene Fangemeinde in die Frühlingsnacht.

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