11.09.2020 - 16:22 Uhr
GebenbachOberpfalz

Mausbergfest: Gelebte Ökumene

Als ein Höhepunkt der Mausbergfestwoche hat sich seit einigen Jahren der ökumenische Gottesdienst etabliert. Heuer fiel er auf das Fest Mariä Geburt - und damit auch auf das Hauptfest der Wallfahrtswoche.

Gemeinsam feierten (von links) Domkapitular Wolfgang Hörl aus der Diözese Eichstätt, der Gebenbacher Pfarrvikar Christian Preitschaft und Pfarrer Stefan Fischer aus Hirschau mit zahlreichen Gläubigen beider Konfessionen den ökumenischen Gottesdienst des Mausbergfests.
von Autor SWOProfil

Als Festprediger hieß Pfarrvikar Christian Preitschaft zum ökumenischen Gottesdienst auf dem Mausberg Domkapitular Wolfgang Hörl, den Ökumenebeauftragten des Bistums Eichstätt, willkommen. Ebenso begrüßte er von evangelischer Seite Pfarrer Stefan Fischer aus Hirschau. Vieles sei in dieser Zeit anders, aber eines jedoch die gemeinsame Hoffnung: "Gott ist da in unserer Mitte. Auch wenn Krisen unseren Alltag bestimmen, bitten wir ihn, bei uns zu bleiben", führten die Geistlichen in das Motto der Festwoche auf dem Mausberg ein. Durch die Coronakrise sei es auch in Sachen Ökumene etwas stiller geworden, eine gewisse Brache eingetreten, sagte Domkapitular Hörl in seiner Predigt. Dies müsse aber nichts Schlechtes bedeuten, betonte er und spannte den Bogen zur Landwirtschaft: Dort würden Felder brach gelassen, damit sie sich wieder erholten. Hörl nannte für die kommende Zeit drei große Ereignisse, die ihre Schatten vorauswerfen: der ökumenische Kirchentag in Frankfurt im nächsten Jahr, der 500. Jahrestag der Bannbulle gegen Martin Luther sowie die Vollversammlung des Weltkirchenrates in zwei Jahren.

In falsche Richtung gelaufen

Der Domkapitular betonte, dass es auf die gelebte Alltagsökumene ankommen. "Darauf, wie wir in der Welt im Licht des Evangeliums leben, auch wenn man immer wieder Rückschläge hinnehmen muss." Auch die Emmaus-Jünger seien auf dem Weg der Resignation aus verwundeter Hoffnung heraus gewesen und hätten auf die dunkle Seite des Lebens gestarrt. Jedoch seien sie weggelaufen, eigentlich in die falsche Richtung. Aber nach der Begegnung mit Jesus seien sie umgekehrt und hätten neue Hoffnung geschöpft. "Aber auch Um-, Ab,- und Irrwege können zu Gott führen", unterstrich Hörl. Den Gottesdienst gestalteten Thomas Falk (Orgel), Doreen Deyerl (Trompete) und die Gruppe Gloria Brass. Pfarrer Stefan Fischer kündigte an, dass beim nächsten Mausbergfest eine evangelische Predigerin dabei sei: Kirchenrätin Barbara Pühl, Referentin der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern zu Fragen der Chancengerechtigkeit.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.