12.01.2020 - 12:41 Uhr
GebenbachOberpfalz

Neujahrsempfang der Gemeinde Gebenbach

Für die Bürgermeister Peter Dotzler und Dominik Obermeier galt es beim Neujahrsempfang der Gemeinde Gebenbach im Gasthof Obermeier zahlreiche Hände zu schütteln und gute Wünsche entgegenzunehmen.

Vertreter von Vereinen, Organisationen und Firmen waren zum Neujahresempfang der Gemeinde Gebenbach geladen, applaudierten mehrfach den Ausführungen von Bürgermeister Peter Dotzler (rechts) und nutzten den Abend auch zum gegenseitigen Austausch.
von Autor GFRProfil
Bei den Ehrungen verdienter Gemeindebürger (von links): Bürgermeister Peter Dotzler, Simon Lösch, Gerhard Böller, Josef Bäumler, Margarete Bäumler, Maximilian Friedl, Monika Hager, Norbert Hager und 3. Bürgermeister Dominik Obermeier.

Für „gute Musik“ sorgte das große Orchester der Gebenbacher Blasmusik, die heuer aufwendig ihr 40-jähriges Jubiläum feiern werden. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter der AOVE-Gemeinden, Feuerwehren sowie der mit der Gemeinde verbundenen Verbände, Organisationen und Firmen meinte Bürgermeister Peter Dotzler, dass das Jahr 2020 besorgniserregend mit Militärschlägen im Nahen Osten begonnen habe. "Dieser Nahe Osten ist nicht allzu weit von uns entfernt, immer wieder werden Religionen missbraucht, um politische Ziele schneller und radikaler durchzusetzen. Das ist ganz einfach Terror."

Dotzler weiter: Bei uns sei Greta Thunberg als Klima-Göttin hochstilisiert worden und mit dieser Öko-Religion sollen Tempolimits eingeführt, Silvester-Feuerwerke verboten, Viehställe resozialisiert, die Tierhaltung vermenschlicht, Fleischkonsum verpönt und Urlaubsreisen unerschwinglich werden. „Alles was Spaß macht, ist für die Erde schädlich und muss sofort oder später verboten werden.“

Gebenbach, der Landkreis, die Oberpfalz werden alleine die Welt nicht retten können, aber würde jede Gemeinde so viel erneuerbaren Strom wie Gebenbach erzeugen, dann hätten wir in Deutschland 400 Prozent Strom zu viel, so Peter Dotzler. Norddeutsche Windparks erzeugen „Geister-Strom“, der nicht genutzt werden kann, weil die Netze fehlen. Für Dotzler gibt es das Zauberwort „Wasserstoff“, mit dem fossile Energieträger ersetzt werden könnten.

Unser nächstes großes Thema, die Kommunalwahl stehe am 15. März 2020 an "und dann werden wohl die Wahlsieger weiterarbeiten müssen", so Dotzler. Gut arbeiten Landratsamt, Kommunen, Netzwerke, die AOVE zusammen. Gebenbach befasse sich aktuell mit der Innenentwicklung des Ortskerns, Sanierung des Pfarrhofs mit einem Aufwand von mehr als zwei Millionen Euro, seniorengerechtem Wohnen im Ortskern, neuen Gewerbeflächen und Bauland für junge Familien sowie der Dorferneuerung Kainsricht und der Verbesserung des Mobilfunknetzes.

Erfolgsgeschichte würde der DJK Gebenbach schreiben, der knapp am Aufstieg in die Regionalliga scheiterte. Für Landwirte sei 2019 aufgrund der Düngeverordnung und des Volksbegehrens ein schmerzhaftes Jahr gewesen. Dotzler unterstrich, dass unserer Landwirte gesunde Lebensmittel produzieren, aber wenn Landwirte sterben, stirbt auch die Kulturlandschaft und wir müssen unsere Lebensmittel „aus Irgendwo“ importieren.

Nur ein vernünftiges Miteinander halte die Region zusammen, meinte Landrat Richard Reisinger, der sogar die Genehmigung eines neuen Sportstadions in Aussicht stellte, wenn der DJK Gebenbach höherklassiger spielen sollte. Landtagsabgeordneter Harald Schwartz garantierte den Freistaat als verlässlichen Partner seiner Kommunen und Bezirksrat Richard Gassner meinte, dass der Bezirk gut im ländlichen Raum aufgestellt sei. Für die AOVE meinte Sprecher Bernhard Lindner, dass wir gut zusammenarbeiten und durchaus positiv die Zukunft angehen könnten. Dank zahlreicher Feste und Jubiläen wird das Zelt im Pfarrgarten heuer länger als üblich stehen bleiben, so Pfarrvikar Christian Preitschaft, der allen ein von Gott begleitetes Jahr 2020 wünschte. Hier fühle er sich „dahoam“ so der evangelische Pfarrer Stefan Fischer, denn hier lebe die Ökumene, hier arbeiten die katholischen und evangelischen Pfarrgemeinden hervorragend zusammen.

Den Neujahrsempfang nutze Gebenbach immer, um Bürger zu ehren, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben, so Peter Dotzler. Norbert Hager sei vergangenes Frühjahr nach 17-jähriger Tätigkeit aus dem Gemeinderat ausgeschieden. Er war auch vier Jahre Ortsvorsteher in Gebenbach, Mitglied der örtlichen Theatergruppe, treibende Kraft der Fahnenschwinger und Gruppenführer der Feuerwehr. Maximilian Friedl habe 18 Jahre in der Kirchenverwaltung mitgearbeitet, davon 15 Jahre als Verwalter des Kindergartens. Schon vielfach öffentlich geehrt wurde Josef Bäumler, unterstrich Peter Dotzler. Er saß im Gemeinderat, engagierte sich in der Waldbauernvereinigung, galt als „singender Landwirt“, gründete den Männergesangsverein Frohsinn und war über 40 Jahre Chorleiter. Dotzler hob schließlich noch die Blaskapelle Gebenbach hervor, die heuer ihr 40-jähriges Jubiläum feiert. Als Stützen des Vereins bezeichnete Dotzler den neuen Vorsitzenden Simon Lösch und Dirigent Gerhard Böller, der schon über 20 Jahre die musikalische Verantwortung trage.

Zahlreiche Hände mussten der 3. Bürgermeister Dominik Obermeier (rechts) und Bürgermeister Peter Dotzler (Zweiter von rechts) schütteln und Neujahrsglückwünsche entgegennehmen, auf unserem Foto auch der Schnaittenbacher Bürgermeister Sepp Reindl (l.) und Schulleiter Heinz Meindl (2.v.l.).
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