14.05.2019 - 15:00 Uhr
GebenbachOberpfalz

Pfarrversammlung stößt nur auf mäßiges Interesse

Das Interesse der Öffentlichkeit hält sich zwar in Grenzen, dennoch beschäftigt sich die Gebenbacher Pfarrversammlung mit interessanten Themen. Der Kindergarten platzt aus allen Nähten und der Kirchenwald stöhnt unter Trockenstress.

Vor nicht einmal 30 Jahren öffnete der Kindergarten St. Martin in Gebenbach seine Pforten. Seither wurde er um eine weitere Gruppe und die Kinderkrippe erweitert. Nun gerät er erneut an die Grenzen seiner Kapazität und bräuchte eine erneute Erweiterung – was sich als sehr schwierig gestaltet.
von Autor SWOProfil

Der Gebenbacher Kindergarten St. Martin sei ein Vorzeigeobjekt, berichtete Kirchenpflegerin Susanne Lindner bei der Pfarrversammlung in Vertretung für die verhinderte Kindergartenverwalterin Franziska Schüßlbauer. Er müsste dringend erweitert werden, doch die Diözese will dafür finanziell nicht aufkommen. Derzeit sei der Kindergarten mit 36 Kindergarten-, 18 Krippenkindern sowie elf Kindern zur Mittagsbetreuung mehr als ausgelastet, so Lindner. Man musste sogar eine Erlaubnis zur Überbelegung einholen und hoffe, dass dies auch weiterhin möglich sei.

Ein notwendiger Anbau scheitere einerseits am Platz, sagte Bürgermeister Peter Dotzler dazu, andererseits sehe auch die Diözese die Kapazitäten der Kindergärten in der Pfarreiengemeinschaft als ausreichend und daher von einer noch zusätzlichen Trägerschaft der Kirchen ab. Derzeit bemühe man sich auf kommunaler Ebene um eine Lösung des Problems, da auch in Hahnbach Handlungsbedarf bestehe.

Gemeinsame Aktionen

Pfarrer Christian Schulz berichtete, dass die Umsetzung der Pfarreiengemeinschaft mit Hahnbach und Ursulapoppenricht erfolgreich angegangen worden sei. So werde schon seit längerem ein gemeinsamer Pfarrbrief erstellt. Auch bei der Gestaltung der Bergfeste, von Glaubensabenden und einer anstehenden Romwallfahrt arbeite man eng zusammen. Demnächst sei ein gemeinsamer Familienwandertag nach Iber geplant.

Weniger Gläubige

Pfarrvikar Christian Preitschaft sagte, die die Zahl der Pfarrangehörigen habe sich von 942 auf 924 reduziert. Dies hänge vor allem zum einen mit Sterbefällen, und zum anderen mit Wegzügen zusammen. Die Zahl der Kirchenaustritte sei hingegen marginal, so der Vikar. Der Gottesdienstbesuch bewegte sich an den Zählsonntagen zwischen zwölf und knapp 20 Prozent. Kirchenpflegerin Susanne Lindner berichtete, ein großes Anliegen sei nach wie vor die Sanierung des maroden Pfarrhofs. Derzeit bemühe man sich intensiv mit der politischen Gemeinde um Lösungen und Fördermöglichkeiten, um das Projekt, das inzwischen auf mehr als zwei Millionen Euro - mit steigender Tendenz - taxiert werde, realisieren zu können.

Einen Schwerpunkt nehme in der Pfarrei die Mausbergfestwoche ein, die sich eines stetig wachsenden Zuspruchs erfreue. Es habe sich ein Organisationsteam um Wolfgang Schöpf und Josef Rumpler gebildet, das nun für die Pfarrei den Festbetrieb zusammen mit der DJK und der Familiengemeinschaft organisiere. So entwickelte sich nach einem witterungsbedingten schwachen Start im vergangenen Jahr die Festwoche noch zur zweitbesten überhaupt.

Der Borkenkäfer und die anhaltende Trockenheit setzten dem Kirchenwald im vergangenen Jahr stark zu, berichtete Verwalter Andreas Silbermann. Bedingt dadurch und auch infolge von Stürmen, musste etliches Holz aus dem Wald entnommen werden. Glücklicherweise konnte man dieses noch sehr gut vermarkten. Derzeit arbeite man intensiv daran, den Kirchenwald zukunftsfähig auf die Anforderungen des Klimawandels umzubauen. Er hoffe jedoch auf mehr Regen in diesem Jahr. Friedhofverwalter Gerhard Wisneth berichtete, dass inzwischen neues Pflaster für die Friedhofswege angeliefert wurde.

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