08.04.2019 - 09:54 Uhr
Gebhardsreuth bei MoosbachOberpfalz

Kommandant fordert Sirene

Die Neuwahlen der Feuerwehr Gröbenstädt gehen zügig über die Bühne. Nur Kommandant Roland Bäumler macht seine erneute Kandidatur von einigen Bedingungen abhängig.

Der Vorstand der Feuerwehr Gröbenstädt: Die Führungskräfte sind Vorsitzender Alexander Voit (vorne, Zweiter von rechts), Stellvertreter Christian Baier (nicht im Bild), Kommandant Roland Bäumler (vorne rechts) und zweiter Kommandant Daniel Balk (vorne, links). Den Gewählten gratulieren Kreisbrandmeister Thomas Kleber und Bürgermeister Hermann Ach.
von Peter GarreissProfil

Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Gröbenstädt im Gasthaus Schwabl in Gebhardsreuth ging in bester Harmonie über die Bühne. Unstimmigkeiten gab es allerdings bei der Wahl des Kommandanten.

Schriftführer Markus Weiß verlas zunächst das Protokoll der vergangenen Mitgliederversammlung. Vorsitzender Alexander Voit berichtete von einem erfolgreichen Vereinsjahr. Die Mitgliederzahl liegt bei 74. Die Wehr nahm an Großereignissen wie dem Feuerwehrfest in Eslarn oder am "Naschn Pfinsta" in Moosbach mit einem Grillstand teil. Mit dem Aufstellen des Maibaumes in Gebhardsreuth, gemeinsam mit dem Schützenverein, pflegte sie die Dorftradition. Auch für 2019 steht das Aufstellen des Maibaums wieder im Programm. Kommandant Roland Bäumler berichtete von der Teilnahme an der Kommandantenversammlung in Neustadt/WN mit der Wahl des neuen Kreisbrandrats sowie auf gemeindlicher Basis in Moosbach. Einsätze hatte die Wehr beim Brand in Hammermühle und bei einem Verkehrsunfall in Gröbenstädt.

Kassier Richard Schwabl berichtete, die Wehr habe ein Polster für anstehende Investitionen am Gerätehaus. Die Kassenprüfer Christian Kindl und Anton Baier bestätigten beste Kassenführung.

Die Wehr wird für die kommenden drei Jahre von folgendem Vorstand geführt: Vorsitzender ist Alexander Voit, sein Stellvertreter Christian Baier, Kassier Richard Schwabl, Schriftführer Markus Weiß und Beisitzer Hans Bayer-Schmidt, Christian Kindl, Albert Balk und Jonas Kindl. Kassenprüfer sind Josef Putzer und Anton Baier. Der Jugendwart wird vom Vorstand bestimmt.

Nicht ganz so einfach war die Wahl des 1. Kommandanten. Der bisherige Amtsinhaber Roland Bäumler stimmte einer Kandidatur nur unter Bedingungen zu. Seine Amtszeit sei auf zwei Jahre zu begrenzen. Außerdem müsse die leidige Sache mit der Feuerwehrsirene im Jahre 2020 geklärt sein, ansonsten werde er zurücktreten.

Derzeit werde die Wehr gar nicht alarmiert. "Eine Feuerwehr ohne Sirene sei keine Feuerwehr", stellte Bäumler fest. Er sprach auch den Zustand des Gerätehauses an. "Die Wehr würde selbst arbeiten". Es gehe nur um die Materialkosten.

Bürgermeister Hermann Ach schlug der Wehr vor, einen Kostenvoranschlag machen zu lassen. Danach sollten Feuerwehr und Gemeinde einen Finanzierungsplan erstellen. Kreisbrandmeister Thomas Kleber erklärte, dass die Amtszeit des Kommandanten gesetzlich vorgeschrieben sei. Von den sechs Jahren dürfe nicht abgewichen werden. Eine nur zweijährige Amtszeit sei nicht möglich. Nachdem sich Lösungen für die Probleme "Sirene" und "Gerätehaus" abzeichneten, erklärte sich Bäumler bereit, erneut als Kommandant zu kandidieren. Die Mitglieder wählten ihn anschließend bei einer Stimmenthaltung für sechs Jahre. Ebenfalls mit nur einer Stimmenthaltung bestimmte die Versammlung Daniel Balk zu seinem Stellvertreter.

Kreisbrandmeister Thomas Kleber erinnerte an die Leistungsprüfungen. Wenn nichts zusammengehe, dann sollte man sie mit anderen Wehren machen. Anders haben kleine Wehren keine Überlebenschancen mehr. "Nehmt Kontakt mit Peter Hartinger in Burgtreswitz auf."

Kleber sprach auch den alten Anhänger der Wehr an. An eine Erneuerung müsse gedacht werden. Da stehen 30 000 Euro im Raum. Kleber schwor die Feuerwehrleute ein: "Arbeitet weiter zusammen und schaut auch auf die Jugendarbeit".

Ach möchte dem Volkstrauertag in Moosbach neue Impulse geben. Er bat deshalb die Wehr um zahlreiche Teilnahme im November. Der Rathauschef brach eine Lanze für die kleinen Dorffeuerwehren. Ihre Ortskenntnisse sind im Ernstfall sehr wichtig. "Bringt euer Feuerwehrhaus wieder auf Vordermann", bat Ach die Verantwortlichen.

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