16.01.2019 - 10:41 Uhr
Gebhardsreuth bei MoosbachOberpfalz

Kreuzweg zur Kapelle

Pfarrer Josef Most stellt in Jahreshauptversammlung des Fördervereins Entwürfe vor. Eine Spenderin will die Kosten tragen.

Die von Max Fischer erstellten Stationen V und XII fanden die Zustimmung der Dorfbewohner. Die anderen zwölf Stationen konnten per Bild betrachtet werden.
von Peter GarreissProfil

Beim Treffen des Kapellenfördervereins im Gasthaus Schwabl gab Vorsitzender Reinhold Baier bekannt, dass der Verein derzeit 40 Mitglieder habe. Aktivitäten am Kapellenbau selbst waren im abgelaufenen Jahr erforderlich. Ständig waren Säuberungsaktionen um das Kirchlein und den angrenzenden Abhang nötig. Für die Kapellenbänke wurden Sitzunterlagen beschafft. Josef Beugler schreinerte für den Altarraum ein Regal. Am Bittgang, der zur Kapelle führt, wurden Tische und Bänke für die Besucher organisiert. Nach dem Kirchenpatrozinium in der neuen Kapelle wurde 2018 die alte von Pfarrer Josef Most entweiht und damit für den Abriss freigegeben. Allerdings erfolgte dies noch nicht. Der Vorsitzende konnte zu den Gesamtkosten des Kapellenbaus oder zu eventuellen Schulden des Vereines noch keine Auskunft geben, weil die Gemeinde Moosbach mit dem Bistum beziehungsweise der Pfarrei noch nicht abgerechnet hat. Kassenchefin Tanja Köppl berichtete über eine solide Finanzlage.

Pfarrer Most stellte das von der Pfarrei herausgegebene Buch vom Festjahr 2017 mit unzähligen Bildern vor. Er dankte dem Förderverein für die vielen Aktivitäten. Nun stehe nur mehr das Thema „Kreuzweg“ in der neuen Kapelle zur Entscheidung an. Most legte die beiden Entwürfe des Künstlers Max Fischer aus Neustadt/WN zur Entscheidung vor. Es lag auch ein Entwurf des Gebhardsreuthers Max Striegl auf dem Tisch. Most schlug der Versammlung vor, sich für den 3500 Euro teuren Fischer-Kreuzweg zu entscheiden.

Die Muster der Kreuzwegstationen V und XII hatte er mitgebracht. Sie kamen bei den Betrachtern gut an. Fischer will in den Kreuzwegstationen die Liebe Gottes zu den Menschen zum Ausdruck bringen. Bewusst habe er die Motive in Metallplatten eingeätzt und nicht aufgesetzt. Die Darstellungen sind damit nicht oberflächlich sondern vertieft, als bewusste Spur des menschgewordenen Antlitzes Gottes. Das aufgelegte Blattgold unterstreicht diese Botschaft. Pfarrer Most gab bekannt, dass Anneliese Hierold aus Regensburg bereit sei, die Kosten des Kreuzwegs an den Förderverein zu spenden. Einstimmig beschloss daraufhin die Versammlung den Fischer-Kreuzweg für die neue Kapelle Gebhardsreuth zu erwerben. Allerdings muss noch geklärt werden, wie die 14 Stationen in der Kapelle angebracht werden. Entweder alle verteilt über die Kapellenwände oder mit je sieben Stationen links und rechts vom Altar.

Bürgermeister Hermann Ach dankte dem Förderverein und der Ortschaft für die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung der Kapelle. Der Unterhalt sei hervorragend gelöst. Die Anlage bezeichnete er als Augenweide. Sie bringe eine große Aufwertung für das Dorf. Durchfahrenden falle das Kleinod, die Kapelle, sofort ins Auge. Für 2019 sei der Abbruch der alten Kapelle geplant. Eventuell sollte man auf den dann entstandenen Platz zur Erinnerung eine Tafel aufstellen. „Macht euch keine großen Sorgen werden der Endabrechnung, denn da komme keine große Forderung der Gemeinde an den Förderverein mehr heraus“, bat er um Geduld. In der Diskussion wurde die sehr laute Kapellenglocke angesprochen. Bei der Wandlung verstehe man den Geistlichen nicht mehr. Nun will man einen Ausweg finden, und evtl. den Dachboden mit Styropor dämmen.

Die von Max Fischer erstellten Stationen V und XII fanden die Zustimmung der Dorfbewohner. Die anderen zwölf Stationen konnten per Bild betrachtet werden.
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