Eine gute Beleuchtung im Garten bringt nicht nur Licht ins Dunkel, sie sorgt auch für eine ganz besondere Atmosphäre und lässt die lauen Sommernächte im Freien länger genießen. Leuchten ermöglichen es, einzelne Objekte losgelöst vom Umfeld zu betrachten. Sie verleihen jedem Garten Tiefe.
"Dank moderner LED-Technik sind die Beleuchtungs- und Gestaltungsmöglichkeiten unglaublich vielfältig geworden", weiß Elektromeister Ludwig Schneck aus Neustadt/WN. Spießstrahler, Poller-, Sockel-, Bodeneinbauleuchten, Lichterketten oder Wandleuchten für die hausnahen Bereiche, ortsfest oder mobil - die Auswahl ist riesig. Preislich gibt es nach oben und unten kaum Grenzen. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, welche Leuchten sich für den Außenbereich eignen und welche nicht. Dabei zählt für Schneck: "Auf Qualität achten, sonst gibt es im nächsten Jahr häufig ein böses Erwachen."
Genau überlegen
Bei Planung und Gestaltung sollte der Gartenbesitzer einige Überlegungen treffen. Werde der Garten neu- oder umgestaltet, sei es sinnvoll, die Beleuchtung von Beginn an einzuplanen. So könnten Stromkabel gleich richtig verlegt, Anschlüsse gesetzt und die gewünschte Atmosphäre geschaffen werden. Soll ein bestehender Garten beleuchtet werden, empfehle es sich, die Anlage am besten während der Dunkelheit zu betrachten. Der Besitzer sollte sich überlegen, welche Ecken für ihn besonders attraktiv seien und eine Beleuchtung lohnen würden. Sitzt man abends gerne draußen? Soll dem Essplatz bei der Lichtplanung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden? Wege- und Treppenbeleuchtungen sorgen für mehr Sicherheit im Garten. Bei allen Überlegungen spiele ein Kriterium immer eine große Rolle: Blendpunkte müssen vermieden werden.
Feuchtraum Garten
"Für den Elektriker gilt der Garten als Feuchtraum. Wer also Strom im Garten verlegt, sollte darauf achten, dass alle Komponenten der Elektroinstallation vor Nässe und Spritzwasser geschützt sind, also mindestens die Schutzklasse IP44 haben", rät der Experte. Das Erdkabel sollte auf jeden Fall eingegraben und in einem Leerrohr verlegt werden. Für eine kurzzeitige Verlegung kann auch ein HO7V-K-Gummikabel verwendet werden. "Das darf jedoch nicht eingegraben werden, da es nicht säurebeständig ist", so Schneck. Außerdem sei Vorsicht bei Gartenarbeiten wie Rasenmähen geboten. Auch die Stromverteilung muss vor Nässe geschützt sein. Schneck rät zu sogenannten Kabelmuffen als Abzweigdosen. Eine weitere Variante seien Abzweigdosen, die nach der Installation mit Gießharz ausgegossen werden.
In Szene setzen
Im Garten kommt es vor allem darauf an, stimmungsvolles Licht zu erzeugen. Wie man dies gestalte, sei am jeweiligen Garten festzulegen. Es komme auch darauf an, welche Objekte in Szene gesetzt werden sollen. Werden mehrere Leuchten geplant, sei eine Kombination aus ortsfesten und mobilen Leuchten ratsam. LED-Leuchtbänder können zum Beispiel eine Sitzgelegenheit, ein Blumenbeet oder einen Weg einrahmen. Boden- und Spießstrahler sorgen für die Beleuchtung der Highlights im Garten.
Sehr im Trend liegen auch Kugelleuchten. Lichterketten über dem Tisch oder zwischen Bäumen seien ideal für stimmungsvolle Sommerfeste. Wege- oder Treppenbeleuchtung sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern rückt diese auch in stimmungsvolles Licht. Ein ganz wunderbares Flair bekommen Gärten, die mit einem beleuchteten Teich ausgestattet sind. Wer sich die teils aufwendige Kabelverlegung im Garten sparen will, kann auch auf Solarenergie und die dazu passende Beleuchtung setzen. Doch auch hier gelte es, auf Qualität zu achten, weiß der Fachmann. (prh)

















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