In der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Gemeinderats von Brand wurden die personellen Weichen für die kommende Amtsperiode gestellt, sachlich, zügig und in bemerkenswert harmonischer Atmosphäre. Gleich zu Beginn stand die Vereidigung der beiden neuen Gemeinderäte im Mittelpunkt: Mit Armin Schmelzer (CSU) nimmt künftig der oberfränkische Polizeipräsident im Gremium Platz, während Hannes Scherm (CSU) mit gerade einmal 29 Jahren als jüngstes Mitglied frischen Schwung in den Rat bringt.
Die zurückliegende Legislaturperiode war von einem außergewöhnlich konstruktiven Miteinander geprägt und vieles deutete an diesem Abend darauf hin, dass sich daran wenig ändern wird. Ausdruck dessen war die einstimmig getragene Wiederwahl der beiden Bürgermeister-Stellvertreter Christian Drehobel (CSU) und Georg Zaus (FWG), die in kurzen persönlichen Wortmeldungen das gegenseitige Vertrauen und die gute Zusammenarbeit hervorhoben.
Sitzungsgeld von 20 auf 30 Euro
Im Anschluss beschloss das Gremium die Anwendung des Shapers-Verfahrens zur Sitzverteilung in den Ausschüssen; die konkrete personelle Besetzung erfolgte anschließend in einem gesonderten Tagesordnungspunkt. Ebenfalls entschieden wurde eine Anpassung des Sitzungsgeldes von bislang 20 auf künftig 30 Euro, nachdem in der vergangenen Amtsperiode bewusst auf eine Erhöhung verzichtet worden war.
Eine kurze Debatte entwickelte sich rund um den sogenannten „Bau-Turbo“, mit dem Planungs- und Genehmigungsverfahren insbesondere im Wohnungsbau beschleunigt werden sollen. Für Irritation sorgte dabei die Formulierung im Baugesetzbuch, wonach ein „erheblicher Abweichungsumfang“ vorliegen müsse. Dritter Bürgermeister Georg Zaus (FWG) kritisierte die fehlende Klarheit: „Das ist nicht eindeutig.“ Zweiter Bürgermeister Christian Drehobel wiederum wollte die daraus entstehenden Entscheidungen nicht allein dem Bürgermeister aufbürden. Eine juristische Präzisierung blieb aus, doch Werner Brunner fand die pragmatische Lösung: „Ganz weglassen! Wir haben ja einen Bauausschuss“; ein Vorschlag, der im Gremium auf uneingeschränkte Zustimmung traf.
Gut vorbereitet verlief anschließend die Entsendung der Mitglieder in die verschiedenen Verbände und Gremien. Standesbeamter ist der Bürgermeister, Jugendbeauftragte Maria Söllner, Seniorenbeauftragte Waltraud Sticht. Behindertenbeauftragte Andrea Hofmann und Familienbeauftragte Michaela Schmidt.













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