24.08.2020 - 11:33 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

2600 Kilometer mit Muskelkraft um Bayern

Ute Jansen und Markus Frommlet machen am Sonntag Station in Georgenberg. Ihre Bayern-Umrundung steht ganz im Zeichen von Spenden für Kinder mit Handicap.

Ute Jansen und Markus Frommlet bei der Ankunft am DJK-Sportheim.
von Josef PilfusekProfil

Vier Jahre sind es inzwischen her, dass Ute Jansen und Markus Frommlet Baden-Württemberg umrundet haben, damals jedoch ganz privat. Die Tour hatte damals viel mediale Aufmerksamkeit erhalten, sodass für die beiden feststand: Sollten wir nochmal eine Grenzumrundung machen, verbinden wir den Sport mit einer Spendentour. Die Diplom-Ingenieurin und Lehrerin sowie der Arzt und Diplom-Sportpädagoge sind nun schon seit dem 25. Juli unterwegs, um auf ihrer Bayern-Umrundung in Zusammenarbeit mit dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern (BVS) Spenden für Kinder mit Handicap zu sammeln. Start war in Lindau.

Auftakt der Tour

Georgenberg

„Schön, dass Sie gesund bei uns angekommen sind“, freute sich Bürgermeisterin Marina Hirnet, als sie die Sportler am Sonntag zunächst am Sportheim der DJK Neukirchen zusammen mit Anton Haider willkommen hieß. Der DJK-Vorsitzende hatte es ermöglicht, dass Jansen und Frommlet die Nacht zum Montag dort verbringen und neue Kräfte tanken konnten. „Sportlich, sportlich“, stellte Hirnet dann etwas später beim Empfang im Sitzungssaal des Rathauses fest und sprach damit unter anderem die körperlichen Anstrengungen mit dem Mountainbike – „und das alles ohne E-Bike“ – an. Als bewundernswert bezeichnete sie dabei die Gesamtstrecke von rund 2600 Kilometern, bei denen Jansen und Frommlet etwa 52000 Höhenmeter zu bewältigen haben.

52.000 Höhenmeter

„Eigentlich sieht’s ja bei uns auch sehr schön aus“, blickte Frommlet auf die 2016 erfolgte Umrundung Baden-Württembergs zurück. Nachdem sie die damalige Tour zusammen mit ihrem Partner „just for fun“ zurückgelegt hatten, sei dann nach einem Zusammentreffen mit Rollstuhl-Sportlern die Idee entstanden, auch Bayern zu umrunden, ob zu Land beim Wandern, Biken oder Inlinern oder zu Wasser. „Es ist einfach spannend, neue Gegenden kennenzulernen“, bezeichnete sie als weitere Motivation. „In 50 Tagen kann man es schaffen“, war für Frommlet nach ausgiebigen Recherchen festgestanden. Er ist bei den Touren für die Ausarbeitung der Etappen zuständig. Als „gigantisch“ bezeichnete er vor allem die 52.000 Höhenmeter, und das mit 15 unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln. „Da sind richtige Abenteuer drin“ sagte er. „Auf jeden Fall sind alle Etappen recht hart. Eine körperliche Gesamt-Fitness ist natürlich unbedingt erforderlich.“

Vielfalt der Natur

Begegnungen und Gespräche mit Menschen entschädigen für die Strapazen. Diesbezüglich haben sie nur positive Erfahrungen gemacht. Dazu kommt die laut Jansen „unglaubliche Vielfalt der Natur“. Das Wichtigste ist für die beiden aber, bei ihrer Tour Inklusion zu fördern und Kinder mit Handicap zu ermuntern, sich sportlich zu betätigen. Dadurch sollen die Mädchen und Jungen Selbstvertrauen erlangen. Weil sie für die sportliche Betätigung oft spezielle Prothesen und Sportrollstühle benötigen, möchten die Initiatoren Spenden sammeln. Kinder mit Handicap, die Unterstützung benötigen, können sich gerne beim BVS Bayern melden.

Spendenaktion für Kinder mit Handicap

Die Bürgermeisterin überreichte Jansen und Frommlet, die ihre Tour aus eigener Tasche finanzieren, eine Spende. „Weitere werden wir nachreichen, wenn die aufgestellten Spendenboxen eingesammelt sind“, sagte sie. Weiter ging es für die beiden, die sich beim Eintrag in das Gästebuch der Gemeinde für die freundliche Aufnahme bedankten, am Montag nach Hohenburg an der Eger. Dann erwartete sie wieder ein Acht- bis Zehn-Stunden-Tag.

Der Eintrag in das Gästebuch der Gemeinde Georgenberg ist der Höhepunkt des Empfangs für Ute Jansen und Markus Frommlet durch Bürgermeisterin Marina Hirnet.

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