26.07.2020 - 10:11 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Bayern umrunden und Spenden sammeln

Ute Jansen und Markus Frommlet kommen bei ihrer Tour auch durch Georgenberg. Die Grenzlandgemeinde ist die einzige Station im Landkreis Neustadt.

Ute Jansen und Markus Frommlet sind bei ihrer Tour für jede Spende für Kinder mit Handicap dankbar.
von Josef PilfusekProfil

2016 haben Ute Jansen und Markus Frommlet Baden-Württemberg umrundet, damals jedoch ganz privat. Die Tour hatte damals viel mediale Aufmerksamkeit erhalten, sodass sich die beiden dachten: Sollten wir nochmal eine Grenzumrundung machen, verbinden wir den Sport mit einer Spendentour. „Bayern haben wir uns wegen des abwechslungsreichen Grenzgangs ausgesucht“, lässt Jansen wissen.

Mit eigener Muskelkraft und 15 verschiedenen Fortbewegungsmitteln den Freistaat umrunden: Das ist nun das Ziel. Die Diplom-Ingenieurin und Lehrerin und der Arzt und Diplom-Sportpädagoge wollen im Sommer in 50 Tagen Bayerns Landesgrenze umrunden und dabei in Zusammenarbeit mit dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern (BVS) Spenden für Kinder mit Handicap sammeln. Das Paar aus der Nähe von Stuttgart ist in Lindau gestartet.

Unterwegs bis 12. September

Wenn alles planmäßig und optimal läuft, kommen die Ausdauer-Sportler mit ihren Mountainbikes am Sonntag, 23. August, aus Furth im Wald in der Gemeinde Georgenberg an. Nach der Übernachtung fahren sie am Tag darauf nach Hohenburg an der Eger weiter. Das Ende der Tour ist für den 12. September am Ausgangspunkt in Lindau geplant.

Auf die Idee, als Bayern entlang der Grenze zu umrunden, kamen die beiden laut ihrer Homepage aufgrund ihrer Liebe zu den Bergen. „Der Gedanke, den gesamten Grenzkamm der deutschen Alpen zu erwandern oder zu befahren, begeisterte uns ziemlich.“

Jansen und Frommlet möchten mit der ersten Bayern-Umrundung Inklusion fördern und Kinder mit Handicap ermuntern, sich sportlich zu betätigen. Dadurch sollen die Mädchen und Jungen Selbstvertrauen erlangen. Weil sie für die sportliche Betätigung oft spezielle Prothesen und Sportrollstühle benötigen, möchten die Initiatoren Spenden sammeln. Kinder mit Handicap, die Unterstützung benötigen, können sich gerne beim BVS Bayern melden. Außerdem wollen Jansen und Frommlet das Projekt „EISs auf Rädern“ der mehrfachen Paralympics-Medaillengewinnerin Denise Schindler unterstützen. „EISs“ steht dabei für „Erlebte inklusive Sportschulen“.

Bei der Spendenaktion kann jeder mitmachen, beispielsweise Familien, Schulen, Gruppen und Einzelpersonen. Während der 50 Tage kann jeder Einzelne selbst Kilometer sammeln und pro zurückgelegten Kilometer einen eigens festgelegten Betrag spenden, ganz egal, ob er sich daheim oder im Urlaub befindet. Die Initiatoren betonen, „dass selbst ein noch so kleiner Betrag pro zurückgelegten Kilometer sinnvoll ist, um den Kindern mit Handicap zu helfen, gemeinsam mit Gleichaltrigen Sport treiben zu können“.

Breites Spektrum

„Der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern ist die größte Behindertensport-Vertretung in Bayern und einer der größten Behindertensportverbände Deutschlands“, heißt es auf der Homepage des Vereins. Mehr als 35.000 Mitglieder in über 500 Vereinen engagieren sich bayernweit ehrenamtlich für Behinderten-, Inklusions- und Rehabilitationssport. Dabei deckt der Verband ein breites Spektrum ab. Von der Vorbereitung und Betreuung der bayerischen Nachwuchsathleten auf ihrem Weg zu den Paralympics über den Breitensport für Kinder und Erwachsene, die Ausbildung von Übungsleitern und die Förderung von Inklusion im Sport bis hin zur sportlichen Rehabilitation.

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Aktion unterstützen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Spendenaktion zu unterstützen. Ein Beispiel ist, den in der Homepage enthaltenen Flyer auszudrucken und aufzuhängen sowie Spendendosen aufzustellen. „Jeder kann mitmachen und Flyer auch als Plakat ausdrucken und mit einer Spendendose, zum Beispiel an Schwimmbädern, bei Touristen-Attraktionen oder Gastronomie-Betrieben aufhängen und nach den 50 Tagen unserer Umrundung die Spenden auf das Spendenkonto des BVS Bayern überweisen“, weisen Ute Jansen und Markus Frommlet hin. „Es ist ein kleiner Aufwand, der vielen Kindern mit Handicap helfen kann.“

Eine Alternative ist, dass jeder selbst aktiv mitmachen und Kilometer sammeln kann, indem er sich an den 50 Tagen, an denen wir die Landesgrenze Bayerns umrunden, sportlich bewegt, dabei Kilometer sammelt und pro zurückgelegtem Kilometer spendet. Dabei kann man auch andere Sponsoren suchen oder pro Kilometer einen selbst festgelegten Betrag spenden. Teilnehmen können auch Gruppen, Gemeinden, Firmen, Vereine oder Schulen. Außerdem können beim BVS Bayern Spenden-T-Shirts bestellt werden. Ein Shirt kostet 20 Euro, von denen 10 Euro automatisch für Kinder mit Handicap gespendet werden.

Weitere Infos:

52.000 Höhenmeter auf 2600 Kilometer

Die Strecke ist rund 2600 Kilometer lang. Das entspricht einer Entfernung von München nach Moskau. Die beiden Sportler müssen dabei etwa 52.000 Höhenmeter bezwingen. Unter anderem werden sie wandern, biken, inlinern oder den Weg übers Wasser nehmen. Den Etappenplan gibt es auf der Homepage https://www.rund-um-bayern.de.

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