13.12.2019 - 12:06 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Abwassergebühren müssen neu geprüft werden

Der Georgenberger Gemeinderat beschließt in seiner Sitzung, die Abwassergebühren für Neuenhammer und Waldkirch zu senken. Doch die Freude darüber währt nur kurz.

von Walter BeyerleinProfil

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend die Einleitungsgebühren für das häusliche Abwasser in die Kläranlagen Neuenhammer und Waldkirch für den neuen Abrechnungszeitraum 2020-2023 festgesetzt. Demnach sollte die Gebühr für die Einleitung pro Kubikmeter Abwasser bei der Kläranlage Neuenhammer von bisher 7,84 Euro auf 6,98 Euro zurückgehen, die Einleitung eines Kubikmeter Abwassers in die Kläranlage Waldkirch sollte künftig 3,91 Euro kosten (bisher 4,24 Euro). Diese Berechnung gehört nach Aussage von Geschäftsleiter Günter Gschwindler tags darauf der Vergangenheit an: Eine nochmalige Überprüfung des Wasserverbrauchs hat wesentlich höhere als dieser Berechnung zugrundeliegende Wassermengen ergeben. Somit wird eine nochmalige Neuberechnung notwendig.

Unabhängig davon müssen bei der Kläranlage Waldkirch künftig Wartungspauschalen in die Abrechnung einbezogen werden. Ebenfalls muss die Beseitigung von Problemen unmittelbar bei der Reinigung des Abwassers kostentechnisch berücksichtigt werden. Geschäftsleiter Günter Gschwindler legt deshalb allen Haushalten und Einleitern nahe, keine Feuchttücher über die Kanalisation zu entsorgen. „Feuchttücher lassen die Abwassergebühr steigen“ – lautet Gschwindlers klarer Hinweis.

Laut Geschäftsleiter Günter Gschwindler wird sich der Gemeinderat Georgenberg in seiner Januarsitzung erneut mit den Einleitungsgebühren für die beiden Kläranlagen befassen müssen. Dann wird die endgültige Einleitungsgebühr festgesetzt.

Die Gemeinde wird wegen der Sammelbestellung von Temposys-Geräten Kontakt mit dem Verein „Bürger und Polizei – Partner für Sicherheit“ aufnehmen. Die Meinungen über die mögliche Beschaffung dieser Messeinrichtungen waren im Gemeinderat kontrovers. Das ist erkennbar beim Abstimmungsergebnis 7:5 mit dem Bürgermeister Johann Maurer die Zustimmung erteilt wurde, hinsichtlich des Beschaffungspreises Erkundigungen einzuholen.

Einstimmigkeit herrschte bei der Entscheidung Angebote für gestalterische Arbeiten für die Informationstafeln für den Sagen- und Märchenpfad „Auf Schönwerths Spuren im Zottbachtal“ einzuholen. Die Frage aus dem Gremium, warum dafür überhaupt ein Beschluss notwendig sei, beantwortete Bürgermeister Johann Maurer mit dem Hinweis, dass bei einer LEADER-Förderung grundsätzlich alle Entscheidungen vom Gemeinderat abgesegnet sein müssen.

Einstimmig billigte der Gemeinderat die außergewöhnlichen Überschreitungen im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt 2019. Markus Friedl hatte die Erhöhungen im Verwaltungshaushalt mit 98.264 Euro, im Vermögenshaushalt mit 27.545 Euro entsprechend begründet.

Bürgermeister Johann Maurer teilte dem Gemeinderat mit, dass er den „Helfern vor Ort“ die Übernahme erhöhter Stromkosten für deren Einsatzfahrzeug zu gesichert hat. Diese Kosten erhöhen sich durch Einbau von Geräten, auch durch relativ kalte Temperaturen noch bis in den Monat Mai von 500 Euro auf 700 Euro.

Jahresschlussbericht des Bürgermeisters:

In seinem Jahresschlussbericht ging Bürgermeister Johann Maurer auf die wichtigsten Maßnahmen ein. Dazu nannte das Gemeindeoberhaupt den Straßenbau zwischen Hammermühle-Brünst, Georgenberg-Neukirchen/St. Christoph, innerorts in Neukirchen/St. Christoph, im Ortsteil Hammermühle und im Baugebiet „Sandfeld“. In Sachen Breitbanderschließung sind mit der Telekom noch weitere Verträge abzuschließen, um dann noch die restlichen Anwesen entsprechend versorgen zu können. Als zwingende Maßnahmen hebt Bürgermeister Johann Maurer die Sanierung des Leitungsnetzes der Trinkwasserversorgung in den nächsten Jahren hervor. Zweiter Bürgermeister Josef Woppmann dankte dem Gemeindeoberhaupt und dem Gemeinderat für die konstruktive Zusammenarbeit und wünscht sich für 2020 einen fairen Wahlkampf. Die Sprecher der Fraktionen, Robert Götz und Jürgen Schiller schlossen sich den Dankesworten für die Zusammenarbeit an.

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