Update 12.04.2019 - 12:59 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Etat geprägt von Investitionen

Deshalb steigt auch der Schuldenstand. Der soll aber in den nächsten Jahren wieder sinken.

Georgenberger Haushalt
von Josef PilfusekProfil

Der Haushaltsplan 2019 ist unter Dach und Fach. Am Donnerstag hat der Gemeinderat den Etat mit einem Gesamtvolumen von 4930510 Euro verabschiedet. Dabei fallen auf den Verwaltungshaushalt 2760163 Euro und auf den Vermögenshaushalt 2170347 Euro.

Keine Zustimmung gab es von den FW-Ratsherren Bernhard Götz, Achim Helgert, Mario Schaller und Jürgen Schiller. Das galt auch für das Investitionsprogramm und den Finanzplan für die Jahre 2018 bis 2022.

Als die wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt bezeichnete Josef Pilfusek von der Verwaltung die Grundsteuern A und B mit 32 638 und 65 728 Euro, die Gewerbesteuer (126 353), die Beteiligung an der Einkommensteuer (617 000), die Schlüsselzuweisungen (752 596) oder den Straßenunterhaltungszuschuss (105 440). Als Hauptausgaben nannte der Bedienstete der Verwaltungsgemeinschaft Pleystein die Schülerbeförderung (72 000 Euro), den Straßenunterhalt (50 000) oder die Umlagen an den Schulverband Pleystein (65 706), die Verwaltungsgemeinschaft (221 278) und den Landkreis (492 213). „Zum Jahresende enden die Kalkulationszeiträume für die Abwasseranlagen Neuenhammer und Waldkirch“, wies er hin. „Es muss also neu kalkuliert werden.“

Dass die Gemeinde in diesem Jahr und darüber hinaus viel vorhat, zeigt sich im Vermögenshaushalt. Das gilt etwa für die Erschließung des Baugebiets „Sandfeld“ mit Straßenbau sowie Wasser und Kanal oder den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Georgenberg nach Neukirchen zu St. Christoph. Für Ausrüstungsgegenstände für die Feuerwehren enthält der Etat 29000 Euro. Dazu kommt das TSF mit Pumpe für die Feuerwehr Neuenhammer.

Eingeplant sind außerdem der Neubau eines Feuerwehrhauses im Ortsteil Hinterbrünst, die Errichtung einer Fahrzeughalle für die Feuerwehr Neuenhammer sowie den An- und Umbau des Gerätehauses in Neudorf. Umgesetzt werden soll auch der Sagen- und Märchenpfad „Auf Schönwerths Spuren“. Laut Bürgermeister Johann Maurer „ist mit dem Abschluss aber erst im nächsten Jahr zu rechnen“.

„Die Mindestzuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt kann mit 460746 Euro locker erreicht werden“, sagte Pilfusek, der bei der veranschlagten Kreditaufnahme von 535000 Euro von einem prognostizierten Schuldenstand von 1963852,38 Euro zum Jahresende 2019 sprach und ergänzte: „Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1457,95 Euro.“ Dabei hoffte er, dass die Verschuldung in den nächsten Jahren wieder zurückgeht, „weil im Finanzplanungszeitraum keine Kreditaufnahmen und Sondertilgungen vorgesehen sind“.

Zusammenfassend fand er, „alle Investitionen und die Standards an der mittelfristigen Leistungsfähigkeit des Haushalts zu bemessen“. Das bedeutet für ihn, „dass manches vielleicht nur in kleinerem Umfang realisiert oder statt eines eventuellen Neubaus oder einer Neuanschaffung mit einer damit verbundenen Erhöhung des Standards nur in eine Erhaltung der Substanz investiert werden kann“.

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