Georgenberg
28.04.2026 - 10:33 Uhr

Georgenberg trauert um ehemaligen Bürgermeister Alfred Schriml

Alfred Schriml war von 1996 bis 2002 Bürgermeister in Georgenberg. In seiner Amtszeit brachte er viele Projekte auf den Weg und engagierte sich im Vereinsleben seiner Heimatgemeinde.

Der ehemalige Bürgermeister Alfred Schriml ist im Alter von 63 Jahren verstorben. Archivbild: pi
Der ehemalige Bürgermeister Alfred Schriml ist im Alter von 63 Jahren verstorben.

Mit gesundheitlichen Problemen hatte Alfred Schriml zwar schon seit einiger Zeit zu kämpfen, sein Tod kam dennoch überraschend. Die traurige Nachricht machte am Montag schnell die Runde und löste Bestürzung aus: Der ehemalige Bürgermeister Georgenbergs ist nach einem kurzen Aufenthalt im Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg gestorben. Er wurde 63 Jahre alt. Um ihn trauern vor allem seine Schwestern Judith und Agathe mit ihren Angehörigen.

Alfred Schriml machte nach dem Abitur am Weidener Kepler-Gymnasium eine Ausbildung als EDV-Kaufmann. Nach verschiedenen Stationen in München war er später als selbstständiger Unternehmer im Bereich Brandschutztechnik erfolgreich. In seiner Heimatgemeinde wird er als leidenschaftlicher Förderer des Vereinslebens in guter Erinnerung bleiben.

Bürgermeister von 1996 bis 2002

Auch in der Kommunalpolitik war Schriml mit großer Leidenschaft am Werk. Der Initiator für die Gründung der Freien Wähler Georgenberg stellte sich 1996 als sogenannter Quereinsteiger dem Wählervotum und wurde Bürgermeister. Die erste „Großbaustelle“ war der bereits unter seinem Vorgänger Albert Kick eingeleitete Bau der Kläranlage in Neuenhammer. Als vehementer Verfechter kostengünstiger Lösungen setzte Schriml schließlich eine Kompaktkläranlage durch.

Mit seinem Namen verbunden bleiben auch die aufwendigen Sanierungen der Marienkapelle in Hinterbrünst und der Filialkirche Sankt Josef in Waldkirch. Auch bei diesen Projekten war es Schrimls Bestreben, dass die Kosten im Rahmen bleiben.

Das galt auch für den noch in seiner Amtszeit begonnenen Bau des Wasserhochbehälters mit Entsäuerungsanlage auf der Planer Höhe. Zudem konnten mittels Eigenleistungen durch den gemeindlichen Bauhof die restlichen Anwesen von Dimpfl und Oberrehberg an die zentrale Wasserversorgungseinrichtung angeschlossen werden.

Auf den Weg brachte Schriml außerdem die Ausweisung des Baugebiets „Sandfeld“, und er setzte die Dorferneuerung fort. Ein von ihm vorgeschlagener Ideenwettbewerb war die Grundlage für die Errichtung des Gemeindebrunnens vor dem Rathaus. Die kommunale Partnerschaft zwischen der Gemeinde Georgenberg und dem Markt Wirsberg im Landkreis Kulmbach geht ebenfalls unter anderem auf seine Initiative zurück. Sie wurde 1998 offiziell besiegelt.

Freundschaftlich verbunden

Bei der Kommunalwahl 2002 zog Schriml nach einer intensiven Wahlauseinandersetzung den Kürzeren und musste sich Johann Maurer geschlagen geben. 2008 versuchte er es ein weiteres Mal, aber erneut ohne Erfolg. Dennoch blieb er bis 2014 im Gemeinderat vertreten.

„Unser Verhältnis war einige Zeit nicht gerade das beste“, erzählt Maurer im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. „Wir waren halt politisch unterschiedlicher Ansicht. Es hat sich aber nach und nach gebessert, und wir waren freundschaftlich verbunden.“ Maurer wird auf Schrimls Wunsch auch eine Rede bei der Trauerfeier halten.

Ehrenvorsitzender der Feuerwehr

Akzente gesetzt hat Schriml vor allem bei der Feuerwehr Neudorf. Sowohl als Aktiver, der alle Leistungsprüfungen absolviert hat, als auch in leitender Position im Verein – vieles trägt seine Handschrift. Ob als stellvertretender Vorsitzender oder Vorsitzender: Schriml „brannte“ für seine Feuerwehr. Beim 100-jährigen Gründungsjubiläum 1986 war er im Festausschuss vertreten, und auch beim 125-jährigen Jubiläum war der Rat des Ehrenvorsitzenden gefragt.

Nachhaltig Spuren hinterlassen hat Schriml auch bei der DJK Neukirchen St.-Christoph. Den Traditionsverein führte er ebenfalls mehrere Jahre als Vorsitzender. Unter seiner Regie gingen unter anderem Instandsetzungen am Sportheim über die Bühne. Stets auf ihn zählen konnten auch der FC-Bayern-Fanclub Neudorf – ihn hat er als Gründungsmitglied mit ins Leben gerufen – sowie der Oberpfälzer Waldverein, die Soldaten- und Kriegerkameradschaft Brünst, die Schützengesellschaft „Grenzland“ Waldheim und die Fördergemeinschaft Dorfkapelle St.-Georg.

Die Aussegnung für den gläubigen Katholiken ist am Donnerstag, 30. April, um 17 Uhr. Das Requiem beginnt am Samstag, 2. Mai, um 10 Uhr in der Pfarrkirche in Neukirchen zu St. Christoph. Danach ist die Beerdigung.

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