23.10.2019 - 08:39 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Marina Hirnet soll Bürgermeisterin werden

Die CSU-Vorsitzende erhält von den Mitgliedern in Georgenberg einen überwältigenden Vertrauensbeweis. "Ich traue mir die Aufgabe zu", versichert sie. Davon ist auch der amtierende Rathauschef Johann Maurer überzeugt.

"Ich bin in Georgenberg nicht nur aufgewachsen, ich bin mit Georgenberg verwachsen", versichert Marina Hirnet.
von Josef PilfusekProfil

„Der 21. Oktober ist ein gut gewählter Tag für eine solche Versammlung“, fand Marina Hirnet in ihrer Begrüßung und lieferte prompt die Gründe. „An diesem Tag wurde beispielsweise Gustav Langenscheidt geboren“, ließ die Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes wissen und fügte als weitere große Persönlichkeit Alfred Nobel hinzu.

Als „Grund genug, heute ein Ständchen zu singen“, bezeichnete sie am Montag im Gasthaus „Hammerwirt“ den 66. Geburtstag des amtierenden Bürgermeisters Johann Maurer. Und in Bezug auf Udo Jürgens‘ Hit „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ sprach sie von einem besonderen Tag, als sie Maurers Entscheidung, nicht mehr als Gemeindeoberhaupt zu kandidieren, nannte.

Der erinnerte sich an „damals stürmische Zeiten. Die Übernahme vor 18 Jahren war nicht einfach. Es war kein Geld da.“ Während sich damals Bauunternehmen um Bauprojekte beworben hätten, sei es heute umgekehrt. Umso mehr freute sich der Bürgermeister, dass in seinen drei Amtsperioden viel geschehen sei. So nannte er etwa die Dorferneuerungsprojekte mit der Sanierung des ehemaligen Schulhauses in Waldkirch oder der Neugestaltung des Kreuzungsbereichs in Lösselmühle, ferner die Verbesserung der Wasserversorgung, die Erweiterung des Bauhofs oder die Sanierung des Grundschulgebäudes.

Als aktuelle Maßnahmen bezeichnete er den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraßen Hammermühle – Brünst und Georgenberg – Neukirchen zu St. Christoph sowie die Erschließung des Baugebiets „Sandfeld“. Schade fand er, dass die Freien Wähler oft nicht mitgemacht hätten. Deshalb galt sein Dank der CSU-Fraktion. „Ich bin nach wie vor gerne Bürgermeister“, versicherte Maurer und warb für Marina Hirnet als seine Nachfolgerin.

„Man kann sich auf sie verlassen“, war einer seiner Gründe. „Sie bringt das Potential für mehr mit, sie kann die Menschen begeistern.“ Schließlich appellierte er an Geschlossenheit, die seit 2014 im Gemeinderat vertretene Vorsitzende mit einem einstimmigen Vertrauen auszustatten.

Für die 34-jährige Grundschullehrerin, verheiratet und Mutter zweier Töchter, steht fest: „Georgenberg ist meine Heimatgemeinde, ich liebe meine Heimat, ich bin mit Georgenberg verwachsen.“ Und so werde sie mit ihrer Familie in naher Zukunft den Lebensmittelpunkt wieder hierher verlagern. Hirnet, seit 15 Jahren CSU-Mitglied und seit 2015 an der Spitze des Ortsverbandes, versicherte selbstbewusst: „Ich traue mir die Aufgabe als Bürgermeisterin zu.“

Dabei nannte sie auch ihre erste Ausbildung zur Bankkauffrau nach dem Abitur und sagte zu ihrem beruflichen Werdegang: „Ich bezeichne dieses als einen Mix aus wirtschaftlichen und sozialen Komponenten, gepaart mit Führungsverantwortung.“ Außerdem kenne sie einen Großteil der Verpflichtungen und könne sich auf die Unterstützung der Familie verlassen. „Beruflich würde ich im Falle meiner Wahl die Arbeitszeiten so anpassen, dass ich dem Bürgermeisteramt in vollem Umfang gerecht werden kann“, ergänzte sie.

Maurers Appell und die Bewerbungsrede verfehlten ihre Wirkung nicht. Und so strahlte Hirnet, als MdL und CSU-Kreisvorsitzender Stephan Oetzinger als Wahlleiter verkündete: „Alle gültigen Stimmen sind auf Marina gefallen.“ Nur ein Stimmzettel war leer abgegeben worden. „Hier zeigt sich, dass die CSU eine starke, tatkräftige und vernetzte Partei ist“, war die Bürgermeisterkandidatin sicher.

Johann Maurer hat sein Geschenk zum 66. Geburtstag, als er Marina Hirnet mit Blumen zur Nominierung gratuliert.

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