09.03.2020 - 09:36 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Sopranistin Laura Demjan begeistert erneut

Die in Vohenstrauß lebende Sängerin gibt bei ihrem zweiten Gastspiel im Georgenberger Kultursalon Lieder von Clara und Robert Schumann zum Besten. Viel Beifall gibt es auch für ihre musikalischen Mitstreiter.

Laura Demjan (Mitte) sowie Susanne und Florian Schieder genießen den Beifall der vielen Zuhörer.
von Josef PilfusekProfil

„Sie liebten sich beide“: Treffender hätte das Motto des Liederabends mit Laura Demjan nicht sein können. „Clara und Robert Schumann gelten als das wohl bekannteste Musiker-Ehepaar“, beschrieb die in Vohenstrauß mit ihrer Familie lebende Sopranistin die Komponisten beim Liederabend am Samstag im Kultursalon von Susanne und Michael Schieder.

Ausgewählt hatte die Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes, des Zonta-Clubs Saarlouis und des Claudia-Meyer-Stipendiums der Hochschule für Musik Saar sowie Preisträgerin des Internationalen Richard-Bellon-Wettbewerbs und des Walter-Gieseking-Wettbewerbs, die seit der Spielzeit 2018/2019 am Staatstheater Meiningen singt, zum Einstieg „Mit Myrthen und Rosen“ aus dem Liederzyklus „Liederkreis“ op. 24. Dabei ließ sie wissen, dass Robert Schumann (1810 bis 1856) vor allem im Jahr der Hochzeit mit Clara 1840 sehr viel komponiert, 26 Lieder „meiner geliebten Braut“ gewidmet und ihr diese einen Tag vor der Hochzeit am 12. September 1840 übergeben hatte.

„Die Liebe hat viele Facetten“, kündigte die Sängerin Kompositionen Robert Schumanns aus dem Liederzyklus „Myrthen“ op. 25 an, bevor sie eindrucksvolle Beweise mit „Widmung“, „Der Nussbaum“, „Jemand“, „Die Lotusblume“, „Lieder der Suleika“, „Lied der Braut I“, „Lied der Braut II“, „Weit, weit“, „Was will die einsame Träne?“, „Im Westen“, „Du bist wie eine Blume“ und „Aus den östlichen Rosen“ folgen ließ. „Die Liebe überwindet auch den Tod“, sagte sie zu Schumanns Lied „Zum Schluss“.

Wie sehr sich Robert und Clara geliebt hatten, verdeutlichte Demjan mit der Aussage, „dass sie sich zu Geburtstagen gegenseitig Kompositionen geschenkt haben“. Dabei habe Robert seine Ehefrau (1819 bis 1896) ermutigt und sie als gleichwertige Komponistin gesehen. Allerdings habe Clara Schumann nach dem frühen Tod ihres geliebten Ehemanns aufgehört, Lieder zu schreiben.

„Sie liebten sich beide“: Mit dem ersten Lied nach der Pause wies Laura Demjan hin, „dass Clara Schumanns Kompositionen die Liebe widerspiegeln sollen“. Dabei sagte sie: „Die Liebe hatte für sie einen sehr hohen Stellenwert.“ Um gute und schlechte Zeiten ging es dann in den Liedern „Liebst du um die Schönheit?“, „Warum willst du and’re fragen?“, „Ich stand in dunklen Träumen“, „Oh weh des Scheidens, das er tat“, „Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht“, „Der Abendstern“ (komponiert im Alter von erst 14 Jahren) und „Beim Abschied“, eines der späteren Werke.

„Leidenschaftlich und wild“ kündigte die Sängerin das Schlusslied „Lorelei“ mit dem Text von Heinrich Heine an. Das unterstrich dabei auch Florian Schieder mit seiner entsprechend virtuosen Begleitung am Flügel. Natürlich kam Laura Demjan um Zugaben nicht herum. „Locken wir den Frühling“, kündigte sie „Das Frühlingslied“ von Clara Schumann an und setzte mit „Der Sandmann“ von Robert Schumann den krönenden Schlusspunkt unter einen beeindruckenden Liederabend. Der langanhaltende Beifall galt dabei auch Susanne und Florian Schieder für die exzellente musikalische Begleitung.

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