26.04.2020 - 15:02 Uhr
GleiritschOberpfalz

Die Ära Zwack geht zu Ende

Der Gleiritscher Bürgermeister sagt nach knapp 20 Jahren adieu. Auch fünf Gemeinderäte werden bei der Sitzung in der Turnhalle verabschiedet.

Zur letzten Sitzung in der ablaufenden Amtsperiode trat der Gemeinderat in der Turnhalle im "Haus der Vereine" zusammen.
von Alois KöpplProfil

Zur letzten Gemeinderatssitzung in der ablaufenden Wahlperiode traf sich der Gemeinderat aufgrund der Coronakrise in der Turnhalle im "Haus der Vereine". Reine Formsache war die Genehmigung der Niederschrift der vergangenen Sitzung.

Gerät für Feuerwehren

Die Feuerwehr benötigt einen Systemtrenner. Das Gerät kann an bestehende Standrohre oder Überflurhydranten zur Entnahme von Löschwasser angeschlossen werden. Diese sind dann gegen Rückdrücken oder -saugen abgesichert. Bürgermeister Hubert Zwack informierte über eine kostengünstige Sammelbestellung der Feuerwehren aus dem Bereich der Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft zusammen mit der Stadt Oberviechtach. Die Kosten des Geräts liegen bei etwa 1500 Euro. Ein zusätzlich nötiger Prüfkoffer, der von den Kommunen gemeinsam angeschafft werden kann, schlägt mit rund 1700 Euro zu Buche. Der Ankauf wurde einstimmig gebilligt.

Zwack informierte das Gremium über das Sicherheitsgespräch mit der Polizeiinspektion Oberviechtach. Bei 17 Unfällen in der Gemeinde Gleiritsch, davon 15 Kleinunfälle, handelt es sich bei 14 Fällen um Wildunfälle. Zwei Unfallfluchten wurden gemeldet, ebenso wie einige Straftaten, die auf dem Parkplatz bei Lampenricht an der B 22 stattfanden. Hier kam es schon öfter vor, dass an abgestellten Lkws Planen aufgeschlitzt oder Diesel abgezapft wurde. Der nach drei Perioden ausscheidende Gemeinderat Robert Irlbacher richtete an das künftige Gremium die Bitte, den Geschäftsführer des Dorfladens, Anton Brand, weiterhin bei seiner Arbeit zu unterstützen. Hans Zeus sprach den beschädigten Zaun am Schuttplatz an und wollte wissen, ob hier schon etwas unternommen wurde.

Rückblick auf Projekte

Bürgermeister Hubert Zwack verabschiedete abschließend fünf aus dem Gremium ausscheidende Gemeinderäte (siehe Kasten). Rückblickend auf seine zu Ende gehende Bürgermeisterzeit listete er die Tätigkeitsschwerpunkte der knapp 20 Jahre auf, in denen er die Geschicke der Gemeinde leitete. Angefangen vom Lampenrichter Gewerbegebiet und den Sanitäranlagen am Badeweiher, ehrenamtlich von der Landjugend errichtet, nannte er den Umbau der Kläranlage, wobei die Kosten weitgehend auf die Bürger umgelegt wurden. Sein besonderer Dank galt dem Amt für Ländliche Entwicklung für die Unterstützung bei der einfachen Dorferneuerung. Der Dorfladen, der einen Bayerischen Staatspreis erhielt, bildet das Rückgrat der gemeindlichen Nahversorgung. Zwack bezeichnete die erfolgte Sanierung des Schulhauses in der Sandgasse als eine weitere Mammutaufgabe. Den Kauf des Raiffeisengebäudes bezeichnete er als "mehr oder weniger überraschend, aber ein Bürgercafé ist was für die Zukunft". Nach seinen Worten werde sich aufgrund der derzeitigen Situation, verbunden mit den Umschichtungen der Finanzmittel, einiges ändern. Zwack dankte dem Gremium für die Arbeit. "Man muss nicht immer gleicher Meinung sein, wichtig ist, wie man miteinander umgeht", lautete sein Schlusssatz nach 19 Jahren Amtszeit.

Verabschiedung:

Folgende Mitglieder scheiden aus dem Gemeinderat aus oder nehmen das Mandat des Wählers nicht wahr:

Sechs Mitglieder scheiden zum 1. Mai aus dem Gemeinderat aus; vier haben nicht mehr kandidiert und zwei nehmen das Mandat des Wählers nicht wahr:Hubert Zwack, Erster Bürgermeister der Gemeinde Gleiritsch seit 2001, verzichtet auf seinen Sitz im Gemeinderat. Rita Schwandner, seit 2008 Mitglied im Gemeinderat und seit 2014 auch Zweite Bürgermeisterin, verzichtet auf ihren Sitz im Gemeinderat. Folgende Räte kandidierten bei der Kommunalwahl am 15. März nicht mehr: Robert Irlbacher, seit 2002 Mitglied im Gemeinderat. Norbert Schön, seit 2008 Gemeinderatsmitglied. Michael Zinkl, seit 2008 Mitglied im Gemeinderat, seit 2014 auch Dritter Bürgermeister. Werner Zinkl,von 2002 bis 2014 im Gemeinderat und seit Juli 2019 Nachrücker für Josef Schmidhuber.

Die scheidenden Gemeinderäte wollten bei der Verabschiedung nicht fotografiert werden. „Uns kennt sowieso jeder“, meinte Zweite Bürgermeisterin Rita Schwandner.

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