10.09.2019 - 09:20 Uhr
GleiritschOberpfalz

Dorfladen Gleiritsch als Impulsgeber im Leerstand

Der Dorfladen "Schaut's eina" ist in Gleiritsch als wichtige Säule der Nahversorgung und als Begegnungsort geschätzt. Mit einem Café-Betrieb soll nun expandiert und ein markanter Leerstand im Ortskern wiederbelebt werden.

Durch den Kauf des ehemaligen Raiffeisengebäudes (links) sicherte sich die Gemeinde Gleiritsch auch die weitere Nutzung des rückwärtigen Gartens.
von Susanne GschreyProfil

Bei der stillen Gesellschafterversammlung des Dorfladens befasste sich ein Tagesordnungspunkt mit dem Thema „Raiffeisenbank-Gebäude. Die Gemeinde hat das Anwesen erworben, um einem möglichen Leerstand und einer Nichtnutzung des rückwärtigen Gartens entgegenzuwirken. Bürgermeister Hubert Zwack und Dorfladen-Geschäftsführer Anton Brand setzten sich mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz in Verbindung, um auszuloten, inwieweit ein solches Projekt gefördert werden könnte. Angestrebt ist die Erweiterung des Dorfladens um den Betrieb eines Cafés an verschiedenen Werktagen mit Möglichkeiten zu Sonntags-Café, Brunch, Frühstückstagen, Fortbildungen, Tagungen, Seminare oder Schulungen.

Die Fördersätze liegen bei 80 Prozent, wobei das Gebäude einer Nutzung zugeführt werden muss, die für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Der Garten hinter dem Gebäude stünde nun auch in Zukunft für Vereinsveranstaltungen zur Verfügung. Auch der Bau von öffentlichen Toiletten mache mit Blick auf Veranstaltungen und durchreisende Radfahrer Sinn.

Nachdem der Großteil der Anwesenden bereits auf der Bürgerversammlung einen Einblick zu diesem Thema erhalten hatte, erläuterten Brand und Schönberger die bekannten drei Planungsvarianten (Café erdgeschossig, Café erdgeschossig mit rückwärtiger Erschließung und Garten, Café erd- und dachgeschossig mit rückwärtiger Erschließung und Garten) nur noch kurz. Sie stellten eine vierte Planungvariante vor, die einen Aufzug als auch eine Treppe zum Dachgeschoss und öffentliche Toiletten im vorderen Eingangsbereich vorsieht. Dadurch müssen im hinteren Abschnitt lediglich ein verkürzter eingeschossiger Anbau mit Lager und Wintergarten erstellt werden. Die Ansicht des Gebäudes werde damit nicht grundlegend verändert und es bestehe weiterhin ungehinderte Sicht auf den Garten. Die Planung der öffentlichen Toiletten im vorderen Bereich, mache es auch im Winter mit der Räum- und Streupflicht einfacher.

Klargestellt wurde in der Versammlung, dass im Bereich des Gartens keine größeren Eingriffe vorgesehen sind. So könnten beispielsweise die Buden mit Fördermitteln erneuert und mit Versorgungsanschlüssen versehen werden. In der anschließenden Diskussion wurde diese vierte Planung als positiv und beste Variante angesehen.

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