23.02.2020 - 14:20 Uhr
GleiritschOberpfalz

"Gleiritsch volle Pulle" hält Spannung hoch

Der 15. Gleiritscher Gaudiwurm setzte neue Maßstäbe. Die gelungene Mischung aus Lokal- und Bundespolitik begeistert die vielen Faschingsfans bei bestem Partywetter.

von Alois KöpplProfil

Über 40 Gruppen beteiligten sich am Zug und stellten damit einen neuen Rekord auf. Verstärkung kam heuer erstmals aus Weiding, Fuhrn, Brudersdorf und Iffelsdorf. Besuchermassen strömten am Samstag nach Gleiritsch, um das Spektakel aus nächster Nähe zu erleben. Bunt maskierte und bestens gelaunte Faschingsgäste feierten am Straßenrand mit.

"Gleiritsch - volle Pulle", so das Motto des Zuges, wartete mit vielen lokalpolitischen Themen auf. Da nicht einmal die beteiligten Gruppen wussten, was die anderen Teilnehmer auf ihren Wagen präsentieren, blieb die Spannung erhalten. Damit nicht mehrere Vereine das gleiche Thema wählen, liefen bei Bürgermeister Hubert Zwack alle Fäden zusammen - und der schweigt beim Faschingszug bekanntlich wie ein Grab.

Verbot für Schottergärten

Natürlich durfte das Thema Gleiritscher Dorfcafé nicht fehlen. "Das Dorfcafé wird der Schrei mit Tanztee sonntags um halb 3", stand in großen Lettern auf einem der Wagen zu lesen. Der Eisstockverein Lampenricht-Gleiritsch machte sich für ein "Schottergartenverbot und ein Begrünungsgesetz" stark. Die originelle Maskierung der Akteure als Blumen und Gießkannen war sehr gelungen. Da es bei den Fußballern der DJK Gleiritsch nicht so rund läuft, denkt man hier bereits über andere Möglichkeiten nach. "Im Fußball klappt's mit dem Meister nicht, drum gehen wir ins Handwerk, da ist Meisterplicht."

Während bundesweit über Elektromobilität diskutiert wird, sind die "Lampenrichter Siedler" der Zeit schon weit voraus. Der von ihnen entwickelte Prototyp eines Autos besteht aus in der Region nachwachsenden Rohstoffen und kann bei einem kleinen Malheur selber schnell repariert werden. Ob es noch Probleme bei der Lenkung gibt, da das Gefährt um die Kurven gehoben werden musste, konnte nicht eindeutig geklärt werden. Es ist aber davon auszugehen, dass sich Ingenieure von BMW, Audi, Porsche und Mercedes demnächst in Lampenricht die Türklinke in die Hand geben werden, um mehr über die Konstruktionsdetails zu erfahren. Sie sollten sich aber beeilen, da am Aschermittwoch bekanntlich alles vorbei ist.

Landjugend sieht alt aus

"Der einzige Fachkräftemangel herrscht im Bundestag (99,9 Prozent)" war auf dem Wagen der KLJB Dietersdorf zu lesen. Die Hohentreswitzer Landjugend besteht seit 90 Jahren und genauso sahen die Maschkerer auf dem Wagen aus. Der Slogan: "Fällt die Rente noch so bescheiden aus, beim KLJB-Fest lassen wir die Sau raus." Eine Vielzahl weiterer phantasievoller Wagen rundete das Faschingsspektakel in Gleiritsch ab. Die "After-Zug-Party" stieg anschließend am gemeindlichen Bauhof, wo sich das närrische Partyvolk bis Mitternacht austobte.Weitere Bilder: www.onetz.de/

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