02.02.2020 - 09:43 Uhr
GleiritschOberpfalz

Gleiritscher Gaudiwurm geht gut gefüttert in die Kurve

Der Gleiritscher Gaudiwurm wächst und wächst. Inzwischen bekommt er sogar "Futter" aus den Nachbarkreisen, auch bei der Fan-Verpflegung wird jetzt aufgestockt. Das ist so langsam auch den Veranstaltern ein wenig unheimlich.

Im vergangenen Jahr stachen die Faschingsfans mit der "MS Gleiritsch" in See. Mit über 30 Anmeldungen stößt der Faschingszug in der kleinen Gemeinde heuer an seine Grenzen.
von Monika Bugl Kontakt Profil

Zum 15. Mal schlängelt sich ein Gaudiwurm am Faschingssamstag, 22. Februar durch die Straßen von Gleiritsch. Mit jedem Jahr hat er an Umfang zugelegt, so langsam wird es knapp mit der Koordination des großen Faschingszugs. "Bei Verkehrssicherung und Parkplatz-Einweisung stoßen wir jetzt schon an unsere Grenzen", gesteht der Gleiritscher Bürgermeister Hubert Zwack, bei dem alljährlich die organisatorischen Fäden zusammenlaufen.

Er ist auch der einzige, dem die Hauptakteure ihr Motto anvertrauen. Und wie in jedem Jahr ist ihm keines der Top-Secret-Mottos zu entlocken. "Es wird interessant", mehr will der Chef-Koordinator nicht verraten und fügt dann doch noch hinzu: "Es sind durch die Bank sehr ausgefallene Sachen dabei." Sicher werde angesichts der bevorstehenden Kommunalwahl die Politik eine Rolle spielen, sie sei aber keineswegs der Schwerpunkt. "Die Leute lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen", staunt Zwack.

Fasching 2020 in der Oberpfalz - hier gibts die besten Fotos aller Faschingsumzüge im Bezirk.

Gleiritsch

An zündenden Ideen hat es im vergangenen Jahr nicht gefehlt. So präsentierten die Gleiritscher ein Raketenmodell, um unliebsame Politiker auf den Mond zu schießen und bauten sich ihr eigenes Traumschiff, das mit Hilfe von Rädern durch den Ort tuckerte. Die "Chinesen" vom Eisstockverein Lampenricht-Gleiritsch hatten im vergangenen Jahr noch Glück, heuer könnten sie in aktualisierter Version mit Mundschutz und Quarantäne-Station antreten. Auch das Thema "Artenschutz" könnte eine Neuauflage erfahren.

Insgesamt fast 40 Gruppen werden sich heuer in Gleiritsch in Bewegung setzen. "Teilweise haben sich auch neue Gruppen angeschlossen", berichtet der Bürgermeister. So gibt es Verstärkung aus Weiding bei Schönsee, aus Fuhrn und aus dem Rötzer Ortsteil Steegen. Der Faschingszug könnte deshalb noch eine Nummer größer ausfallen als im Vorjahr.

Die Route bleibt gleich, aber bei der Verpflegung der Mitwirkenden und Zuschauer soll aufgestockt werden. "Statt einer gibt es diesmal zwei Verpflegungshütten", verkündet Zwack mit Blick auf die Party im Anschluss an den Faschingszug. Im Partyzelt beim Bauhof wird dann gefeiert. "Wer es ein wenig ruhiger mag, der kann auch im Bauhof-Gebäude ein Bier trinken", so ein Tipp von Zwack. Ein Ende der "Narrenfreiheit" ist um Mitternacht in Sicht.

"Dann reicht es aber auch", weiß der Bürgermeister, der fortan als Geheimnisträger wieder seine Ruhe hat. Wird er für seine Verschwiegenheit eigentlich auch mal bezahlt? Über diese Frage kann der Rathaus-Chef nur herzhaft lachen. "Das macht es doch erst spannend, wenn keiner weiß, was da geboten wird."

Info:

"Volle Pulle" am Faschingssamstag

Der Gleiritscher Gaudiwurm mit dem Schlachtruf "Volle Pulle" formiert sich am Samstag, 22. Februar um 13 Uhr vor dem Gasthaus Liebl und nimmt um 14 Uhr Kurs auf die Ortsmitte. Bürgermeister Hubert Zwack bittet die Teilnehmer, aus organisatorischen Gründen nicht vor 11 Uhr anzureisen. Der Faschingszug bewegt sich an der Kirche vorbei und dann über "Am Vogelherd" und die Zeinrieder Straße Richtung Bauhof, wo ein Partyzelt aufgestellt ist und sich alle Maskierten noch bis Mitternacht austoben können. Weitere Gruppen, die sich noch an dem Gleiritscher Faschingszug am 22. Februar beteiligen wollen, können sich unter Telefon 0 96 55 / 15 41 anmelden.

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