Dass manchmal bei einem Wolkenbruch zu viel Wasser von oben kommt, ist völlig normal. Doch dass über einen sehr langen Zeitraum hinweg immer wieder an derselben Stelle Wasser aus dem befestigten Boden austritt und sich im Winter dadurch gefährliche Eisplatten für Fußgänger und Fahrzeugführer bilden, muss eine Ursache haben. Die konnte aber bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag nicht geklärt werden.
Gefährliche Situationen
Wie Thomas Schmidhuber in einem an den Gemeinderat gerichteten Schreiben ausführte, tritt auf Höhe seines Anwesens in der Hauptstraße 44 in Gleiritsch immer wieder aus nicht nachvollziehbaren Gründen Bodenwasser aus der befestigten Straße aus, was bei kalten Temperaturen zur Bildung von gefährlichen Eisplatten führt, auf denen Fußgänger schon mehrfach ausgerutscht und hingefallen sind. Auch Fahrzeuge sind bei Bremsversuchen schon öfter gefährlich ins Schlingern gekommen. Um Unfälle mit Folgen zu verhindern, so der Antragsteller an den Gemeinderat, müsse der Ursache des Wasseraustritts auf den Grund gegangen und Abhilfe geschaffen werden.
Container für Grüngut
Nach einer längeren Diskussion über mögliche Ursachen des Wasseraustritts fasste der Gemeinderat folgenden Beschluss: "In einem ersten Schritt werden bei passender Witterung im Frühjahr die vorhandenen Sickerleitungen im betreffenden Bereich freigelegt und auf Schäden überprüft. Soweit Schäden vorhanden sind, werden diese beseitigt". Der Vorsitzende gab folgenden nicht öffentlichen Beschluss bekannt:
Im Bereich des Bauhofes der Gemeinde Gleiritsch ist eine Lagerfläche für Äste bereitzustellen, an welcher zweimal im Jahr (Frühjahr und Herbst) durch die Bevölkerung An-lieferungen erfolgen können. Gleichzeitig ist die Firma Kiener-Kompost mit der Grüngutentsorgung zu beauftragen. Die Bevölkerung ist in geeigneter Weise darauf hinzuweisen, dass in den Grüngutcontainer keine Äste und desgleichen mehr eingeworfen werden dürfen. Der Container wird ausschließlich für Grüngut bereitgestellt. Die Anlieferung von geschnittenen Ästen und Sträuchern kann ab Montag, 11. März, bis zum 30. April, erfolgen. Nach diesem Termin ist keine Anlieferung mehr möglich.
Ende des Jahres wird sich der Gemeinderat mit dem Thema erneut befassen und prüfen, ob diese Regelungen den erhofften Erfolg (Trennung von Grüngut und Ästen sowie Kosteneinsparungen) gebracht haben. Zum Ende des öffentlichen Sitzungsteils gab Bürgermeister Hubert Zwack noch folgende erfreuliche Meldung bekannt: "Die Schlüsselzuweisung erhöht sich im Jahr 2019 um 9 376 Euro gegenüber dem Jahr 2018 auf 203 952 Euro. Ein nichtöffentlicher Sitzungsteil schloss sich an.














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