15.11.2018 - 11:14 Uhr
Oberpfalz

Zum Glückspilz werden

Menschen, die sich für richtige Glückspilze halten, sind darauf programmiert, erfreuliche Dinge stärker wahrzunehmen. Lernen Sie also, positiv zu denken, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Helfen Sie Ihrem Glück auf die Sprünge, indem Sie bewusst schöne Erlebnisse provozieren.

"Ich habe einfach immer Pech." Haben Sie das auch schon einmal gesagt? Dann habe ich gute Nachrichten für Sie: Das muss nicht so bleiben. "Glück ist kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht innerer Einstellung", schrieb einst Erich Fromm - und bestätigt damit, was inzwischen auch Psychologen herausgefunden haben: Glück kann man tatsächlich lernen. Das glauben Sie nicht? Eigentlich ist es ganz einfach. Unser Gehirn verändert sich ständig durch das, was wir tun. Damit wir also das Glücksempfinden lernen, sind nur ein bisschen Training und ständiges Wiederholen wichtig.

Wie das geht? Man aktiviert zum Beispiel das Gehirn, sich so umzustrukturieren, dass es sich mehr auf das Erfreuliche konzentriert. Das funktioniert so, dass man sich regelmäßig schöne Erfahrungen ins Gedächtnis ruft, sich an glückliche Momente erinnert oder lustige Filme anschaut. Denn worauf wir uns gedanklich konzentrieren, das erleben wir. Menschen, die sich für absolute Pechvögel halten, sind also nicht unbedingt vom Schicksal benachteiligt, sondern meist so auf das Unerfreuliche konzentriert, dass sie mit einer Art Tunnelblick vorwiegend Negatives wahrnehmen und Positives ausblenden.

Und Menschen, die sich für richtige Glückspilze halten, sind hingegen darauf programmiert, die erfreulichen Dinge stärker wahrzunehmen. Lernen Sie also, positiv zu denken. Das funktioniert tatsächlich! Helfen Sie Ihrem Glück also ganz leicht auf die Sprünge, indem Sie bewusst schöne Erlebnisse provozieren. Das ist einfacher, als es sich zunächst anhört. Ein Trick: Sich immer wieder an Schönes erinnern. Ob der romantische Abend mit Ihrem oder Ihrer Liebsten, der schöne Ausflug am Wochenende mit Freunden oder die Anerkennung vom Chef letzte Woche - erinnern Sie sich bewusst immer wieder an Situationen, in denen Sie sich glücklich gefühlt haben.

Sie werden merken: Es fällt Ihnen bald immer leichter, positive Gefühle zu erzeugen, indem Sie schöne Erinnerungen abrufen. Es funktioniert übrigens auch mit Vorfreude. Machen Sie doch mal die Augen zu und überlegen Sie: Auf was freuen Sie sich gerade besonders? In Erwartung von Schönem produziert unser Gehirn ebenfalls Glückshormone. Sorgen Sie weiterhin für genug Abwechslung für Ihre Sinne: Schmecken, Hören, Riechen, Fühlen, Sehen. Probieren Sie immer wieder Neues aus - egal ob ein exotisches Kochrezept, ein anderes Parfum, ein anderes Urlaubsziel oder eine neue Sportart.

Abwechslung macht also auch glücklich, genauso wie positive Ziele, für die Sie sich begeistern können. Nehmen Sie sich doch einmal etwas vor, was Sie schon immer tun wollten - und freuen Sie sich darauf. So werden Sie bald vom angeblichen Pechvogel zum absoluten Glückspilz. Denn Glück ist keine Glückssache, sondern durchaus lernbar. Fangen Sie am besten heute damit an, viel Glück dabei! (ewa)

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