Die Stadt Grafenwöhr und die Feuerwehr Gmünd begingen am Sonntag gemeinsam den Volkstrauertag in Gmünd. Es war ein Gedenken an die Millionen Menschen, die in den zwei Weltkriegen im Abstand von nur wenigen Jahren ihr Leben auf grausame Weise verloren haben. "Dieser Tag gilt auch dem Gedenken an die unermesslichen Opfer, die der Terror des Nationalsozialismus, des Rassismus und der Verfolgung auf unerbittliche Weise gefordert hat", sagte Bürgermeister Edgar Knobloch beim Gedenkstein an der Kirche.
Der Bürgermeister sprach auch die Ursachen der größten Katastrophe des letzten Jahrhunderts an. "Die schändlichsten Kapitel unserer eigenen Geschichte müssen uns Mahnung und Verpflichtung sein, überall auf der Welt für Frieden einzutreten", betonte Knobloch. Gleichzeitig meinte er: "Was in Europa möglich war, muss auch in anderen Teilen der Welt gelingen." Mittlerweile seien aus einstmals unversöhnlichen Feinden partnerschaftliche Beziehungen entstanden.
"Hass, Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben", mahnte der Bürgermeister. Es gehe immer erst vor der eigenen Haustüre los, Frieden zu halten. Auch Pfarrer Hans Bayer, der den Gedenkgottesdienst zelebrierte, rief jeden dazu auf, Frieden zu halten, denn Krieg gibt es nicht nur mit Waffengewalt, sondern in vielerlei Formen. Tobias Schatz, Vorsitzender der Gmünder Feuerwehr, beklagte die Toten des Vereins. Abschließend legten der Feuerwehr-Vorsitzende und der Bürgermeister einen Kranz am Gedenkstein nieder. Die Stadtkapelle umrahmte die Gedenkfeier musikalisch.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.