24.05.2019 - 09:24 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Alter Bauhof wird Wohngebiet

Die Stadt will etwas gegen den Wohnungsmangel in Grafenwöhr unternehmen. Nicht alle Fraktionen sind mit dem Wahl des Standorts glücklich.

Auf dem Gelände des alten Bauhofes soll ein allgemeines Wohngebiet entstehen.
von Stefan NeidlProfil

Der Wohnungsmangel betrifft nicht nur Großstädte. Auch in Grafenwöhr ist Bauland rar. Darum will die Stadt nun das Gelände des alten Bauhofs hinter der Thumbachstraße in ein allgemeines Wohngebiet mit Wohnanlagen umwandeln. "Ein Großteil des Areals gehört uns, und mit den Privateigentümern haben wir bereits Gespräche aufgenommen", informierte Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU). Die Planungen übernimmt das das Team-Büro Markert aus Nürnberg. Das 2,61 Hektar große Baugebiet soll den Namen "Thumbach-Aue" erhalten. Knobloch konnte sogar einen ersten Entwurf vorstellen, wie das fertige Gelände einmal aussehen könnte.

Anton Schopf (SPD) wohnt selbst in der Nähe und sorgt sich um die Zufahrten zum neuen Baugebiet. Gerald Morgenstern (CSU) befürwortet die Aufstellung des neuen Baugebiets: "Vor allem für Senioren ist die Nähe zu Supermärkten und Behörden optimal." Details wie die Zufahrten sollte man erst später klären. Udo Greim (SPD) hält das Gelände für ein zukünftiges attraktives Baugebiet, hat aber Bedenken wegen der Straßenverbindung von der Neuen Amberger Straße zur Thumbachstraße: "Zur Hauptverkehrszeit wird der Engpass durch noch mehr Anwohner noch extremer. Für Notfallkräfte ist möglicherweise kein Durchkommen mehr." Außerdem werde an der Thumbachstraße oft wild geparkt. Knobloch stimmte Greim darin zu, dass eine Verkehrsregelung in das Projekt mit einfließen müsse. Darüber hinaus soll das Parkverbot in der Thumbachstraße ausgeweitet werden.

Das Stadtoberhaupt kann sich sogar eine direkte Verbindung des Baugebiets zur Wehr und Hermann-Schenkl-Straße vorstellen. Eine Idee, die Klaus Schmitsdorf (Linke) sauer aufstößt. Hinter dem alten Bauhof liegt ein großes Biotop und er befürchtet eine zu großzügige Planung von Seiten des Architekten, welche diese zerstören könnte. Deshalb verweigerten er und sein Fraktionskolle Hannes Färber als einzige die Zustimmung zum Aufstellungsbeschluss.

Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband hat den Jahresabschluss der Stadtwerke geprüft und keine Unstimmigkeiten entdeckt. Mit Karl Schönberger konnten die Grafenwöhrer Feldgeschworenen ein neues Mitglied in ihrer Mitte aufnehmen. Knobloch nahm ihm selbst den Eid ab. Dabei betont er: "Die Feldgeschworenen sind eigenständig und organisieren sich selbst." Der Stadtrat nahm von beiden Vorgängen Kenntnis.

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