07.10.2021 - 13:11 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Bauausschuss bespricht vier Sanierungsvarianten für Neuen und Alten Weg

Nach einigen Wasserrohrbrüchen Am Neuen Weg in Grafenwöhr sollen die Rohre dort, Am Alten Weg und in der Gartenstraße erneuert werden. Die Stadt will dabei die Straße gleich mit sanieren und bespricht vier Varianten für den Ausbau.

Der Grafenwöhrer Bauausschuss nimmt den Neuen Weg vor dem ehemaligen HSG-Gebäude in Augenschein. Dieser müsste modernisiert werden.
von Stefan NeidlProfil

Am Neuen Weg in Grafenwöhr gab es in letzter Zeit gehäuft Wasserrohrbrüche. Außerdem sollen zu einigen Häusern Gasanschlüsse verlegt werden, unter anderem zum ehemaligen HSG-Gebäude, das mittlerweile dem St. Michaels-Werk gehört. Da die Straße dafür ohnehin geöffnet werden muss, wollen Stadt und Stadtwerke dies zur Modernisierung von Am Neuen Weg und Teilen von Am Alten Weg und der Gartenstraße nutzen. Bei einem Ortstermin verschaffte sich der Bauausschuss nun einen Überblick.

Frank Neubauer berichtete nach einer Prüfung: Trotz des Alters sind die Rohre in überraschend gutem Zustand, teilweise aber noch alte Asbest-Leitungen, und diese müssten ersetzt werden. Dazu sind 50 bis 100 Meter des Neuen Wegs zur Gartenstraße gar nicht erschlossen, also Wasserleitungen und Schmutzwasserkanal fehlen, was nun vervollständigt werden kann. Die Wasserversorgung soll dann in einem Ringschluss bestehen, was laut Neubauer besser für die Wasserversorgung und laut Thomas Schopf (Freie Wähler) auch gut für die Löschwasserversorgung sei. Telekommunikationsunternehmen sind über die Pläne verständigt worden, damit sie sich bei einem Ausbau beteiligen können.

Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) möchte die Möglichkeit auch für eine Erneuerung der Straße nutzen. Stadtbaumeister Hans Rettinger stellte daher vier Varianten für eine Straßensanierung Am Neuen Weg und Am Alten Weg vor. Das Abfräsen der Oberfläche und Auftragen einer Deckschicht würde etwa 100.000 Euro kosten. Die zweite Variante, ein Ausbau der kompletten Asphaltdecke, käme auf 225.000 Euro. Für einen Teilausbau von Asphaltdecke und Erdplanung sowie der Aufbau eines 25 Zentimeter starken Frostschutzes wäre ein Betrag von 500.000 Euro veranschlagt. Diese drei Möglichkeiten erstrecken sich über eine Fläche von 4500 Quadratmeter ohne Gehweg. Die vierte Variante wäre ein Vollausbau, also ein Ausbau der Asphaltdecke und Aufbau der Straße mit circa 50 Zentimeter Frostschutz, bituminöser Tragschicht und Deckschicht einschließlich Gehweg und Begrenzungen. Die 6000 Quadratmeter große Maßnahme würde 1,5 Millionen Euro kosten. Der Bauausschuss entschied sich für die günstigste Variante mit dem Abfräsen, so fern diese möglich und geeignet ist.

Einige Anwohner waren als Gasthörer beim Ortstermin dabei und folgten der Diskussion. Einer wollte dabei unbedingt mit vollem Körpereinsatz Gehör finden und drängte sich in den Vordergrund, bis Edgar Knobloch der jungen Katze schließlich seine Aufmerksamkeit schenkte und sie auf den Arm nahm.

Pumptrack-Strecke und Skaterpark auf der Wunschliste

Grafenwöhr
Hintergrund:

Vier Varianten für den Ausbau Am Neuen Weg und Am Alten Weg

  • Abfräsen der Oberfläche und Auftragen einer Deckschicht: etwa 100.000 Euro
  • Ausbau der kompletten Asphaltdecke: 225.000 Euro
  • Teilausbau von Asphaltdecke und Erdplanung sowie Aufbau eines 25 Zentimeter starken Frostschutzes: 500.000 Euro
  • Vollausbau mit circa 50 Zentimeter Frostschutz, bituminöser Tragschicht und Deckschicht einschließlich Gehweg und Begrenzungen: 1,5 Millionen Euro
Das Begehr dieses Anwohners wurde nicht ganz klar: Wollte er ausreichend Versteckmöglichkeiten oder Bäume zum Klettern? Der Bauausschuss freute sich dennoch über die Teilnahme.

 

 

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