27.09.2021 - 11:21 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Bebauungsplan "Max-Reger-Straße" vor Abschluss

Im Grafenwöhrer Stadtrat stellt Landschaftsarchitekt Wolfgang Fetsch die erneute Beteiligung der Öffentlichkeit zum Bebauungsplan "Max-Reger-Straße" vor. Das Projekt soll nun endgültig auf den Weg gebracht werden.

Die Andreas-Hoffmann-Straße soll mit der Max-Reger-Straße verbunden werden.
von Stefan NeidlProfil

Grafenwöhr arbeitet weiter an der Ausweisung neuer Baugebiete. Der Bebauungsplan "Max-Reger-Straße" ist erneut überarbeitet und öffentlich ausgelegt worden. Dazu gehören 17 Parzellen, die teilweise schon bebaut sind, eine Verbindung zur Andreas-Hofmann-Straße soll hergestellt werden. Landschaftsarchitekt Wolfgang Fetsch aus Amberg stellte die Einwände von Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange erneut im Stadtrat vor.

Bei der vorherigen Auslegung hatte gerade die für den Truppenübungsplatz verantwortliche Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) große Bedenken gegen den Bebauungsplan gehabt. Nach Anpassungen gab diese ihren Widerstand nun aber auf, auch wenn sie "ein Heranrücken der Bebauung an die Übungsplatzgrenze nach wie vor kritisch" sieht. Weiter informierte die Behörde über Planungen im Truppenübungsplatz. Gerade die Elementary School soll nach Fertigstellung eines Neubaus einer neuen Nutzung zugeführt werden: Ein "Community Center" soll verschiedenen US-Einrichtungen, die noch über verschiedene Standorte im Ostlager verteilt sind, dann ein zu Hause bieten. Die BImA warnt schon einmal vor durch den Bau entstehende Emissionen.

Das Bauamt des Landratsamts gab seine ursprüngliche Forderung auf, dass der Bauherr eine ausreichende Löschwasserversorgung auf seiner Parzelle im neuen Baugebiet in Grafenwöhr nachzuweisen habe. Es geht davon aus, dass das Plangebiet mit überwiegend Wohnhäusern bebaut wird, wo diese Prüfung nicht nötig ist. Weiter sollen Bauherrn verpflichtet werden, Auffüllungen und Abgrabungen an der Grundstücksgrenze dem ursprünglichen, natürlichen Geländeniveau anzugleichen. Dazu soll im Bebauungsplan auf eine schallschutz-orientierte Bauweise, zum Beispiel durch Lärmschutzfenster, hingewiesen werden.

Die kommunale Abfallwirtschaft weist darauf hin, dass die Erschließung des Baugebietes nicht für moderne Müllfahrzeuge geeignet sein wird, da eine Wendemöglichkeit fehlt. Die Bereitstellung der Mülltonnen mehrerer Parzellen muss daher an einer für Müllfahrzeuge erreichbaren Stelle erfolgen. Dies gilt für Müll-, Bio- und Papiertonne, Gelbe Säcke und den Sperrmüll. Gerald Morgenstern (CSU) hielt dies für eine unbrauchbare Lösung: "Anderswo fahren Müllfahrzeuge rückwärts in die Straße ein." Conny Spitaler (SPD) nannte die Straße Am Annaberg als Beispiel für diese Praxis. Fetsch erklärte, dies werde in der Praxis wohl so gehandhabt, sei aus Sicherheitsgründen in der Theorie aber nicht vorgesehen.

Der Stadtrat nahm von allen Einwänden einstimmig Kenntnis. Die Verwaltung und das Planungsbüro wurden beauftragt, die endgültige Fassung des Bebauungsplans herzustellen und den Satzungsbeschluss ortsüblich bekannt zu machen.

Stadtrat Grafenwöhr: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gegen neues Baugebiet

Grafenwöhr

"Anderswo fahren Müllfahrzeuge rückwärts in die Straße ein."

Gerald Morgenstern (CSU)

 

 

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