Beschäftigte der US-Streitkräfte in Grafenwöhr kämpfen für mehr Lohn

Grafenwöhr
23.11.2022 - 12:32 Uhr

Die aktuellen Kostensteigerungen belasten auch viele Beschäftigte, die bei den US-Streitkräften in Grafenwöhr angestellt sind. Nun fordert die Gewerkschaft Verdi mehr Geld und bekommt Unterstützung.

Mehr als 100 Beschäftigte versammeln sich in Grafenwöhr vor dem Verhandlungsbeginn.

Eine Woche vor Verhandlungsbeginn versammelten sich mehr als 100 Zivilbeschäftigte der US-Stationierungsstreitkräfte in Grafenwöhr, um ihre Forderungen für die Tarifrunde zu unterstützen. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor. Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 9,5 Prozent und der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

„Viele Beschäftigte wissen nicht, wie sie die aktuellen Kostensteigerungen stemmen können“, erläutert Verdi-Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner. „Die Situation trifft diejenigen mit niedrigen Einkommen besonders hart. Die staatlichen Entlastungspakete federn nur einen Teil der Mehrbelastung ab. Daher erwarten wir von den Arbeitgebern hier ein entsprechendes Angebot.“

Wolfgang Dagner, Vorsitzender der Landesfachkommission Stationierungsstreitkräfte Bayern unterstrich die soziale Verantwortung der Arbeitgeber: „Dauerhaft höhere Preise benötigen dauerhaft höhere Löhne. Gute Arbeitsbedingungen und gute Löhne sind auch für die Zukunft die Voraussetzung dafür, dass die Stationierungsstreitkräfte weiterhin attraktive Arbeitgeber bleiben. Nur so kann es gelingen, qualifizierte Fachkräfte zu halten und zu gewinnen.“ Verdi organisiert mehrere tausend Zivilbeschäftigte bei den Stationierungsstreitkräften und der Nato. In der Oberpfalz gibt es die Standorte Vilseck, Grafenwöhr und Hohenfels mit mehr als 2700 Beschäftigten.

 
 

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