Seit 2009 war Karl-Heinz Wächter Seniorenbeauftragter in der Soldatenstadt. Der ehemalige Postbote war hatte stets ein offenes Ohr für die älteren Mitmenschen, setzte sich für sie ein, übernahm repräsentative Aufgaben und das Überbringen von Geburtstagsglückwünschen.
Aktuelle Beispiele für sein Wirken sind die neuen Seniorenbänke oder die Neugestaltung von Gehwegen, so dass auch Rollstuhl- und Rollator-Fahrer diese nutzen können. Für den heute 76-Jährigen war es nun jedoch an der Zeit, sein Amt niederzulegen.
In der jüngsten Sitzung des Stadtrats schlug jede Fraktion – CSU, SPD und Freie Wähler – jeweils einen Verantwortlichen für die Neubesetzung der Aufgabe vor. Thomas Mayer (CSU) bekam schließlich das Amt, Conny Spitaler (SPD) und Gerhard Stümpfl (FW) sind seine Stellvertreter. Die Ernennung erfolgte unbefristet.
Über die Besetzung wurde, da es eine Personalfrage war, nicht-öffentlich entschieden. Ein Antrag der SPD zur Verlegung des Tagesordnungspunktes in den öffentlichen Teil war vorausgegangen.
Thomas Mayers Ernennung war die Idee des Bürgermeisters gewesen: "Ich war, wie der ‚Chuck‘ (Karl-Heinz Wächter), Postbote und so kennen mich die Leute und wissen, wo sie hingehen müssen." Er freut sich, dass die Verantwortung dank zweier Stellvertreter auf mehrere Schultern verteilt ist, und will sich auch im Landkreis regelmäßig mit Kollegen besprechen.
Conny Spitaler ist schon lange ehrenamtlich mit Senioren befasst, beispielsweise im Mehrgenerationenhaus, und weiß somit, was diese beschäftigt. Gerade in Corona-Zeiten sei die Einsamkeit ein schlimmer Faktor gewesen, berichtet sie. Sie kauft regelmäßig für zwei Seniorinnen ein "und da gehört ein wenig Plaudern einfach dazu". Spitaler will regelmäßige Treffen mit den älteren Mitmenschen abhalten, "um da zu sein" und zu erfahren, was diese beschäftigt.
Das bestehende Angebot in der Stadt möchte die SPDlerin fördern und ausbauen. So könnte der Seniorenspielplatz im Stadtpark durch ein Konzept besser betont werden. Ihr Lob gilt auch ihrem Parteivorgänger: "Der ‚Chuck‘ hat große Fußstapfen hinterlassen." Dem stimmten ihre beiden Kollegen und Knobloch zu.
Auch Gerhard Stümpfl will Mayer unterstützen, so gut er kann. Bei einer immer älter werdenden Bevölkerung gebe es viel zu tun, meint er.
Der Bürgermeister stimmte ihm zu und erklärte, dass trotz Corona das Programm langsam wieder anlaufe: Der beliebte Hutzanachmittag werde wieder starten, im Mehrgenerationenhaus seien Filmvorführungen geplant.













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