05.07.2018 - 10:13 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Colonel Adam J. Boyd im Rathaus

„Es ist wie ein Nachhausekommen“, gestand Oberst Adam J. Boyd, der neue Garnisonskommandeur, bei seinem offiziellen Antrittsbesuch im Rathaus.

Die Ausgehuniform ist noch im Umzugsgepäck, Bürgermeister Edgar Knobloch (links) empfing im Rathaus Oberst Adam J. Boyd den neuen Kommandeur der US-Armee-Garnison Bavaria.

(mor) Bürgermeister Edgar Knobloch sagte ein herzliches Willkommen und bat um die Fortsetzung einer guten bayerisch-amerikanischen Partnerschaft. Angeschnitten wurden im Gespräch auch aktuelle Themen. Erst einige Tage im Amt als Kommandeur der US-Armee-Garnison Bavaria fand Colonel Boyd als erstes den Weg ins Rathaus. Gekommen war der Chef der Militärgemeinde in Zivil, da seine Ausgehuniform noch im Umzugsgepäck auf dem Weg nach Grafenwöhr ist. Für Boyd und seine Familie ist es nach Stationierungen in Hessen, Rheinlandpfalz und Baden Würtemberg die erste in Bayern, von Zeiten der Reforger-Manöver und des Training in Grafenwöhr ist ihm der Übungsplatz aber bestens bekannt.

„Ich will die Reihe der Kommandeure und deren ausgezeichneten Beziehungen keinesfalls unterbrechen und freue mich auf ein gutes Miteinander“, gestand Boyd. Bürgermeister Edgar Knobloch begrüßte den kurzen Weg, Probleme vorher anzusprechen, bevor sie auftreten. Informationen gab Knobloch zum Bau des Kreisverkehrs am Tor, der Baubeginn wurde durch den lange Zeit fehlenden Bundeshaushalts auf das Jahr 2019 verschoben. Eine greifende Regelung müsse mit Militärkolonen und zivilen Tiefladern gefunden werden. Unberechtigter Weise nutzen die Soldaten das Handy-Navi und laufen in der Alten Amberger Straße vor dem Tor 1 auf.

Knobloch lud auch ein, die vielen kulturellen und gesellschaftlichen Events in Grafenwöhr zu nutzen. Nach dem Fischerfest, an dessen Sautrogrennen Oberst Boyd bereits teilnahm, folge nun am Wochenende das große Elvis-Konzert. Hier wusste Adam Boyd zu erzählen, dass er Elvis Presleys ehemaligen Kompaniechef als zivilen Mitarbeiter der Army getroffen habe. Dieser berichtete von einem stets korrekten Auftreten des berühmten GI´s, der täglich auch durch seine neuen und frisch gebügelten Uniformen beeindruckte.

Damit das bayerische Bier auch richtig schmeckt überreichte Bürgermeister Knobloch einen Bierkrug mit Wasserturm und Forsthaus. Wohnen werden Adam Boyd und seine Frau Kristen in den Tower-Barraks im Fachwerkhaus am ehemaligen Luitpoldpark. Sohn Colin wird in Vilseck seine High-School Ausbildung abschließen, Tochter Olivia geht zurück in die Staaten und besucht dort das College.

"Trump überrascht uns"

Grafenwöhr. (mor) „Trump überrascht uns immer wieder“, sprach Bürgermeister Edgar Knobloch die angekündigte Überprüfung und möglichen Abzug von US-Truppen aus Deutschland an. Auch wenn die Meldung der Washington Post bereits relativiert wurde, bereitet es dem Grafenwöhrer Stadtoberhaupt doch Sorgen. Die US-Armee ist in der Region der größte Arbeitgeber und ein enormer Wirtschaftsfaktor, den Übungsplatz sieht Edgar Knobloch auch als wichtigen Faktor für die nationale Sicherheit. Oberst Boyd deutete die Meldung als normalen Vorgang in der immer laufenden Überprüfung der Stationierung und Militärausgaben. „Das Band zu Europa und zur NATO ist viel zu stark, dass es durchschnitten werden könnte“ gab Oberst Boyd seine persönliche Einschätzung wieder. „So lange wir miteinander trainieren sind wir vorbereitet“ kommentierte Boyd die Einsatzbereitschaft von US-Armee, Bundeswehr und NATO-Truppen. Grafenwöhr biete dazu eine einzigartige Situation, er setze weiter auch Partnerschaft und Entwicklung.

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