Die Grafenwöhrer und weitere Anlieger-Kommunen hätten in den letzten Wochen wieder ihren Beitrag zum Nato-Bündnis geleistet, lobte Bürgermeister Edgar Knobloch beim Josefi-Frühschoppen der CSU. Denn die Bevölkerung zeige Verständnis für den Schießlärm, solange der Belastung auch ein entsprechender Nutzen gegenüberstehe - und das sei nach wie vor der Fall, führte er weiter aus.
Wenn es Maßnahmen gibt, die den Lärm verringern können, sollten die auch ergriffen werden. Man müsse sich jedoch auch darüber im Klaren sein, dass Lärmwerte nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz nicht gelten könnten, wenn man sein Haus in unmittelbarer Nähe einer Schießbahn errichtet. "Wenn da draußen kein Schießlärm mehr zu hören ist, dann wird es ruhig in und um Grafenwöhr. Ruhiger als es uns allen lieb wäre. Da bin ich mir sicher."
Kritik an SPD
Zu den Aschermittwochsreden der SPD sagte Knobloch: "Wenn es um Geld geht, haben die einfach eine andere Sichtweise als wir." Das ziehe sich wie ein roter Faden durchs ganze Land. In Weiden etwa habe die SPD die Stabilisierungshilfen als trojanisches Pferd bezeichnet und die 31 Millionen Euro der vergangenen sechs Jahre infrage gestellt: "Herr Minister, wir sind dankbar für alle Zuschüsse oder auch für eine Behördenverlagerung", bot Knobloch im Gegenzug seine Stadt an.
Unverständnis zeigte Knobloch auch für die Äußerungen des SPD-Sprechers Thomas Weiß in Grafenwöhr, der den Abbau von Schulen als eine Milchmädchenrechnung bezeichnet habe. Knobloch widersprach: "Nix Milchmädchenrechnung. Grundsätze einer sparsamen und wirtschaftlichen Haushaltsführung, maßvoll investieren, Schulden abbauen und Rücklagen bilden - so nennt man das."
Baumaßnahmen
Zum Grafenwöhrer Stadtgeschehen merkte der Bürgermeister an, dass demnächst zahlreiche Baumaßnahmen ins Haus stünden. Stromverkabelung in der Altstadt, Baubeginn des Kreisverkehrs an der Wache 6 am 23. April, Sanierung der B299 bis Gmünd sowie die Ortsdurchfahrt der B299 im Herbst.
Die Zusammenarbeit mit Staatsminister Florian Herrmann sei hervorragend, betonte Knobloch. "Er ist immer im Bilde, was den US-Standort Grafenwöhr angeht", erklärte er.
Lob spendete er an Feuerwehr und Rettungskräfte. "Zuerst ein Sturmtief, dann Buttersäure in Eschenbach und jüngst der Großbrand in der Eichendorffstraße. Unglaublich, was die Floriansjünger leisten."



















Als Oberpfälzer, der sich breit, d.h. auch durch Vorträge auch der Friedensbewegung im Netz informiert, kann ich (meine Meinung) über diese Überbewertung und Überbetonung der wirtschaftlichen Vorteile ("Geld") des "Übungs-"Platzes Grafenwöhr nur den Kopf Schütteln. Denn es ist offenkundig, dass den als wirtschaftlicher Vorteil der NATO / US Army Militär-Tätigkeiten in unserer Region (die zum Glück immer mehr Menschen aus der Region kritisch sehen) auf der Negativ Seite eben die Opfer in zahlreichen (meist nicht durch das Völkerrecht gedeckten) sog. "humanitären Einsätzen" ab Kosovo gegenüber stehen. Im Anbetracht des Jahrestags des Kosovokrieges sei auf den Todesstaub durch UranMunition hingewiesen, welcher noch heute die REgion nachhaltig durch Krebserkrankungen belastet.
Die oft um den Lärm geführte Dikussion (pro contra Grafenwöhr) empfinde ich als Ablenkung vor den eigentlich wesentlichen Themen/ Problemen, die Grafenwöhr aber auch andere US/ NATO Militärbasen/ "Übungsplätze" mit sich bringen
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