Obwohl Dominick Kräml aus Grafenwöhr noch relativ jung ist, hat er politisch schon ziemlich viel erlebt. Er durfte den Landtagsabgeordneten Tobias Reiß im Landtag begleiten, arbeitete im Rahmen des Landtagswahlkampfs bei der Landesleitung der Jungen Union Bayern mit und war als Vertreter der Schüler bei der Mittelstands-Union zur Podiumsdiskussion eingeladen. Am Ideencampus des Landesverbandes diskutierte er mit dem CSU-Parteivorsitzenden Markus Söder. Mit 14 Jahren trat er in die Junge Union Grafenwöhr ein. Kürzlich hat er nun den Vorsitz des Ortsverbandes übernommen.
Kräml stammt ursprünglich aus Oberbibrach, lebt aber mittlerweile seit fünf Jahren in Grafenwöhr. Er besucht die 10. Klasse der Hans-Scholl-Realschule. „Mich interessiert unser Rechtsstaat sowie das Rechtssystem im Allgemeinen sehr“, sagt der 16-Jährige. Deshalb will er das Abitur ablegen und einmal in die Rechtspflege oder die Justiz gehen.
Aber Kräml liebäugelt auch mit der Politik: „Ich könnte mir vorstellen, irgendwann ein politisches Amt zu übernehmen.“ Was, welches und wann, kann er noch nicht sagen. „In der Kommunalpolitik hat man oft ein deutliches Erfolgserlebnis, wenn man etwas verändert hat. Auch bekommt man sofort Rückmeldungen von den Menschen“, erklärt Kräml. Auf der anderen Seite fasziniert ihn auch die Parlamentsarbeit: „Sie ist der Grundpfeiler der Gesetzgebung und dort hat man ebenfalls die Möglichkeit, seine Region zu fördern.“ Politik muss ihn erfüllen, sonst möchte er sie nicht ausüben: "Sie muss mehr sein, als ein Beruf. Es muss eine Leidenschaft sein, die man aus Überzeugung lebt", sagt er.
Apropos Leidenschaft: Zum Ausgleich liebt Kräml es, Moped und Motorrad zu fahren: „Es hilft mir, zu entschleunigen und macht einfach Spaß.“ Als Teil eines Mofacross-Rennteams nimmt er auch an Mofarennen teil. Für ihn ist es wichtig, auch handwerklich etwas drauf zu haben. Selbst sammelt und restauriert er Moped-Modelle der Marke Zündapp: „Die einfache Technik ist trotz ihrer Schlichtheit zuverlässig.“
Warum gerade die JU als Jugendorganisation der CSU? „Ich bin selbst konservativ und Christ“, sagt Kräml. Darum hätten ihn die Werte der CSU überzeugt. Kräml wolle eine konservative, aber auch moderne Politik.
Als Ortsvorsitzender will er die etablierten Veranstaltungen, wie Kindermal- oder Christbaumaktion, beibehalten. Er will aber auch neue Mitglieder anwerben, denn viele scheiden altersbedingt aus: „Darum möchte ich gezielt Veranstaltungen für Jugendliche ab 14 Jahren organisieren.“ Für die anstehende Kommunalwahl sollen wieder Kandidaten für die Junge Liste aufgestellt werden. Im Wahlkampf wird die JU aktiv sein, kündigt Kräml schon mal an: „Es ist mir wichtig, dass wir genauso zusammenhalten wie zuvor, und daran wird sich auch mit einem neuen Vorsitzenden nichts ändern.“













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