Reichlich Anträge gab es für den Bauausschuss in der jüngsten Sitzung. Beim Bau des so genannten Fachmarktzentrums an der Neuen Amberger Straße geht es voran. Die Arbeiten sind so weit fortgeschritten, dass der Investor nun die Anbringung von Werbeanlagen auf dem Grundstück beantragt hat.
An der Pechhofer Straße hatte ein Bauherr einen Pferdestall errichtet. Um an einen Lagerraum in einem höheren Bereich zu gelangen, möchte er eine Außentreppe bauen und die Geländehöhe anheben.
Ein Unternehmen hat im Industriegebiet Hütten ein Bürogebäude mit Lagerhalle gebaut. Bei einer Prüfung 2021 stellte sich heraus, dass der Bau hinsichtlich der Lage, dem Grundriss, des Geländeverlaufs, der geplanten Auffüllungen und Stützmauern sowie der Gestaltung der Freiflächen nicht mit den eingereichten Plänen übereinstimmte. Dem Unternehmer wurde eine Frist zur Einreichung einer Tektur gesetzt, die er verstreichen ließ. Ein nun eingereichter Antrag ist als neuer Bauantrag zu sehen.
Für Thomas Schopf (FWG) ein nur schwer nachvollziehbarer Vorgang. Der Bau entstand nicht gemäß eingereichter Pläne, Fristen wurden versäumt und nun solle der Bauausschuss, dies ohne weiteres durchwinken? Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) erklärte dies sei das Vorgehen: "Ob das Landratsamt in diesem Falle Ordnungsmaßnahmen ergriffen habe, kann ich nicht sagen." Auch Timo Schön (SPD) hatte Bedenken. Schopf zeigte Einsicht: "Zumindest ist der Bau mit den korrekten Plänen nun endlich rechtmäßig."
In der Vergangenheit hatte der Bauausschuss oft über Sichtschutzmauern oder Hecken zu entscheiden, die von der Höhe Bebauungsplänen widersprachen. Nun auch wieder zwischen zwei Nachbargrundstücken in der Josef-Bertelshofer-Straße. Der Bebauungsplan sieht in diesem Fall keine Regelung vor. Nach der Bayerischen Bauordnung wären Mauern bis 2 Meter Höhe verfahrensfrei möglich. Durch unterschiedliche Geländehöhen hat die schon errichtete Mauer eine Höhe von 2,40 Meter, beziehungsweise 1,90 Meter Höhe. Fachbereichsleiterin Kathrin Regler erläuterte: "Anfangs waren die Nachbarn dagegen. Mittlerweile haben sie sich damit arrangiert." Sie wollen einen Sichtschutz in entsprechender Höhe auf ihrer Seite der Mauer errichten und würden ein Entgegenkommen der Stadt erwarten. Schopf ärgerte sich: "Erneut ein Projekt, dass schon gebaut worden ist, bevor eine Genehmigung vorliegt."
Gerhard Mark (CSU) verstand den Aufwand nicht: "Muss sich der Bauausschuss damit beschäftigen, wenn die Nachbarn sich einig sind?" Dies ließ Knobloch schmunzeln: "Man kann nicht auch einfach ein Haus irgendwie bauen, wenn die Nachbarn damit einverstanden sind." Knobloch will für die Zukunft die Handhabung der Höhen von Abgrenzungen einmal grundsätzlich festlegen. Diese beschäftigen den Bauausschuss immer wieder. Der Bauausschuss konnte allen Projekten einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilen.













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