10.03.2020 - 08:44 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Freie Wähler Grafenwöhr: "Miteinander und nicht übereinander reden"

Bauland, Wohnraum, Stadthallensanierung und die Vorstellung der Kandidaten waren Themen der Freien Wähler Grafenwöhr. Sie selbst informierten sich in der Kläranlage, bei der Druckerei Hutzler und bei den "Neuen Energien West".

Die Freien Wähler Grafenwöhr besichtigen die Kläranlage, bevor sie sich beim Bürgergespräch in der Zoiglstube "Adler" vorstellen.
von Renate GradlProfil

Thomas Schopf, der Vorsitzende der Freien Wähler in Grafenwöhr, begrüßte viele Interessierte beim Bürgergespräch in der Zoiglstube "Adler". Neben der Vorstellung der Kandidaten der Freien Wähler (FW) für den Stadtrat ging Schopf auch auf die Leerstände von Häusern und Bauplätzen ein. Da diese oftmals in privater Hand sind, sei die Lage, diese zu kaufen, meistens chancenlos.

Auf Nachfrage wurden die hohen Ausgaben bei der Sanierung der Stadthalle und des Waldbades erläutert. Der Zahn der Zeit bei den beiden gut 40 Jahre alten Bauwerken fordert ein zeitnahes Handeln. "Brandschutz- und Hygienevorschriften haben sich erheblich verändert. Die Umsetzung kostet sehr viel Geld. Ein Neubau käme aber trotzdem noch viel teurer", erklärte Schopf. Für die Stadthalle hätte sich ein Gast eine feste Bühne vorstellen können, um den Nutzern die Kosten für den Aufbau der Bühne zu ersparen. Doch eine feste Bühne hätte einen zusätzlichen Anbau in Richtung Stadelreihen bedeutet. Dies wäre wegen des Brandschutzes und der benötigten Feuerwehrzufahrt ohne Abriss der Stadel nicht umsetzbar. Zudem würden die Kosten in keinem Verhältnis stehen und eine individuelle Montage der Bühne nach den Bedürfnissen der Künstler wäre nicht mehr gegeben.

Der FW-Ortsvorsitzende erwähnte auch, dass die Freien Wähler bis in den Landtag in Bayern vertreten sind und schon viel für die Bürger geleistet hätten, beispielsweise die Abschaffung der Studiengebühren und der Straßenausbaubeitragssatzung, die eine erhebliche Entlastung der Bürger schaffen und auch in Grafenwöhr bei verschiedenen Straßensanierungen spürbar sind.

"Nach unserem Leitspruch 'miteinander und nicht übereinander reden' werden wir auch in Zukunft zum Wohle unserer Bürger und Stadt handeln", versprach Schopf. Die FW-Stadträte und -kandidaten hatten sich zuvor aber auch selbst bei einigen Betriebsbesichtigungen. In einem Rundgang bei der mechanisch-biologisch-chemischen Kläranlage wurden die verschiedenen Stationen des Klärprozesses erklärt. Der bei der Reinigung entstandene Klärschlamm wird in zwei Faultürmen vergoren. Mit dem gewonnene Gas wird ein Generator betrieben, der den Strom für den Betrieb der Kläranlage erzeugt. Mit der entstehenden Wärme des Generators wird das Betriebsgebäude beheizt. "Somit ist die Anlage nahezu energieautark und ein großartiges Beispiel für umweltbewusstes Handeln", lobte Schopf.

Nach dem Motto der Freien Wähler „Unterstützung der örtlichen Betriebe“ wurden die Produkte für die Wahlwerbung in der Druckerei Hutzler in Auftrag gegeben. Bei einer Führung besichtigten sie nun die Druckerei. Ein weiterer Besuch unternahmen die FW bei Bei der NEW – Neue Energien West eG in Grafenwöhr. Geschäftsführer Bernhard Schmidt erklärte den Aufbau der Neuen Energien West eG und der Bürger-Energiegenossenschaft West eG. Er stellte auch den Photovoltaik-Park Troschelhammer vor, der auf einer Altlastenfläche mit Punktfundamenten errichtet wurde.

Die Freien Wähler erkundigen sich über die Neuen Energien West, bevor sie sich beim Bürgergespräch in der Zoiglstube "Adler" vorstellen.
In der Zoiglstube "Adler" stellt Ortsvorsitzender der Freien Wähler (FW) Thomas Schopf die FW-Stadtratskandidaten vor.

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