17.10.2021 - 15:33 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Grafenwöhr zieht Kultur-Bilanz

Corona-Zeit bedeutet kulturarme Zeit. Dennoch gab es in Grafenwöhr einige spannende Veranstaltungen. Der Ausbau von Radwegen mit kulturellem Bezug steht ebenfalls an.

Die Schaffung von Radwegen mit historischem Bezug wie hier entlang des Thumbach gehört mit zum Kulturmanagement.
von Stefan NeidlProfil

Neben der Schönbergbühne konnte die Kultur trotz Corona auch begrenzt in anderen Bereichen wieder anlaufen. Birgit Plößner gab dem Kulturausschuss einen Gesamtüberblick über das Stadtgeschehen der letzten Zeit. Ein Tag der Poesie wurde abgehalten und das Zehn-Jahre-Jubiläum der Partnerschaft zwischen Stadt und Garrison gefeiert. Für Letzteres wurde sogar ein eigener Marsch komponiert. Für Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) ein "Top-Ereignis" auch wenn er sich über etwas mehr Beteiligung von der amerikanischen Seite her gefreut hätte. Es gab Ideen für ein Autokino, ein kleines Volksfest im Stadtpark und ein weiteres Hip-Hop-Barbecue, die leider nicht verwirklicht werden konnten.

Radweg mit Mühlenthema

Doch es gibt schon wieder Pläne: Ein neuer Radweg soll die ehemaligen Hämmer und Mühlen thematisieren. Dazu musste Plößner recherchieren, Förderungen prüfen, sich mit Tourismus und den Forsten abstimmen. Infotafeln sollen dazu aufklären, QR-Codes sollen weitergehende Informationen auch in englischer Sprache liefern.

Ferner wurde die Laurentiuskirche in Hütten als Wegpunkt in den Simultankirchenradweg aufgenommen. Gerald Morgenstern (CSU) wollte dazu wissen, wie sie denn angenommen werde. Die Aufnahme war erst im August, insofern hatte Plößner dazu noch kein Feedback erreicht. Sie will die Vermarktung nun vorantreiben. Ein weiterer Radweg mit Rastplatz soll hinterhalb der alten Pfarrkirche entlang des Thumbach entstehen.

Der St.-Sebastian-Tag sollte als immaterielles Kulturerbe anerkannt werden. Aufgrund der Umstellung von Plößners Arbeitsverhältnis – sie vertritt derzeit Annika Schreier in der "Integrierten Ländlichen Entwicklung" und beschäftigt sich nur zu 20 Prozent mit der Kultur – blieb dafür aber keine Zeit mehr, könnte aber in zwei Jahren nachgeholt werden.

Veranstalterfrage bei Schönbergbühne

Weiter diskutierte das Gremium die Nutzungskonditionen für die Schönbergbühne. Dabei war die Hauptfrage ob Stadt oder Künstler als Veranstalter auftreten. Dies hat Auswirkungen auf das Geschäftsrisiko, Haftung und Aufwand. Wegen einer Förderung für die Sanierung der Schönbergbühne darf die Stadt aber für zwölf Jahre keinen Gewinn aus einer Vermietung für die Bühne erzielen. Möglich sei aber eine Mietgebühr für andere Leistungen, beispielsweise für die Stühle oder Aufwand des Bauhofs. Das Gremium war sich einig beide Geschäftsmodelle, also Stadt und Künstler als Veranstalter, weiter anzubieten.

Lisa Brandl (Freie Wähler) fragte dazu, ob denn auch das Risiko für Corona-Auflagen und eines möglichen Ausbruchs auf den Veranstalter abgegeben werden kann. Dies wollte Knobloch jedoch nicht: "Als Hausherren sollten wir da schon dabei sein."

Zwischenbilanz des Grafenwöhrer "Corona-Kultur-Sommers"

Grafenwöhr

 

 

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