09.10.2019 - 10:03 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Grafenwöhrer Bauausschuss diskutiert über Stadthallen-Eingang

Ein separater Eingang zur Stadthallen-Gaststätte soll mehr Ordnung in den Besucherstrom bringen. Das wünscht sich ein Stadtratsmitglied. Im Gremium entbrennt dazu eine längere Diskussion.

Zu teuer und aufwändig ist für den Bauausschuss ein separater Zugang zum Gaststättenbereich der Stadthalle. Stattdessen setzt das Gremium auf andere Möglichkeiten.
von Robert DotzauerProfil

Die Planungen für die Generalsanierung der Stadthalle sind fast abgeschlossen. Doch Stadtrat Thomas Weiß hat noch einen Wunsch. Er plädiert für eine Aufteilung des Gemeinschaftseingangs zur Gaststätte und zur Stadthalle. Der SPD-Fraktionschef befürchtet bei der geplanten Aufwertung des Foyers und damit verbunden einer stärkeren Nutzung Beeinträchtigungen durch die Gaststättenbesucher. Sein Vorschlag: mit einem separaten Eingang zum Wirtshaus die Besucherströme in geordnete Bahnen lenken. „Diesen Spagat müssen wir schaffen“, zeigte sich Weiß in der Bauausschusssitzung optimistisch. Ein Unterfangen, mit dem sich auf Wunsch des Gremiums auch Planer Reinhold Krausch befasst hatte.

Der Architekt legte dem Rat gleich vier Lösungsvarianten vor. Die Szenarien reichten vom Status-Quo der bisherigen Zugangsmöglichkeiten bis zu neuen Eingängen an der Nord- und Ostseite der Stadthalle mit zum Teil erheblichen Konsequenzen und Eingriffen an der Gebäudefront und im Innenbereich des Restaurants. Gleichzeitig verwies Krausch mit Blick auf einen separaten Gaststätten-Eingang auf die Notwendigkeit baulicher Veränderungen bei den Außenanlagen. Das Fazit des Planers endete mit der Feststellung: „Neue Zugänge und räumliche Abgrenzungen im Foyer sind nichts Halbes und nichts Ganzes.“ Krausch verwies auch darauf, dem Wirt barrierefreie Zugänge zur Bewirtung der Stadthalle zu erhalten und warnte vor Einschränkungen des künftig großzügigeren Wandelhallen-Charakters. Die Schlussfolgerung war eindeutig. „Organisatorische Maßnahmen bringen am meisten und sind kostengünstig.“

In der folgenden Diskussion sprachen sich Bürgermeister Edgar Knobloch und Thomas Schopf für einen weiterhin gemeinsamen Zugang zu Stadthalle und Gaststätte und für eine Raumteilerlösung im Foyer aus, um den künftigen Anforderungen der Nutzung unter anderem für Privatveranstaltungen entgegenzukommen. Gerald Morgenstern warnte vor einem großen baulichen Aufwand. „Die Eingangssituation gefällt.“ Dennoch empfahl er Überlegungen, nach Möglichkeit fremdes Publikum von Veranstaltungen im Foyer fernzuhalten.

Für Knobloch eine organisatorische Frage: Es dürften eben nicht mehrere Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden. Schützenhilfe erhielt der Bürgermeister von Josef Neubauer. „Gleichzeitige Veranstaltungen gibt es nur selten.“ Deshalb hielt es Neubauer für nicht akzeptabel, unendlich viel Geld auszugeben. Als billigste Lösung müsse eine Neueinteilung der Türeingangsflügel reichen. Zur Kostenvermeidung schlug Timo Schön ausziehbare Trennwände vor, während Gerhard Mark vor einem Eingriff in die gediegenen Außenanlagen warnte. „Da könnten auch Rechte des Architekten betroffen sein.“

Nach einstündiger Diskussion war sich das Gremium bei einer Gegenstimme von Thomas Weiß einig, mit einer Sparvariante weiter zu planen. Sie sieht am Stadthalleneingang eine eigene Flügeltür zur Gaststätte vor sowie die Möglichkeit, das Foyer bei Bedarf mit einem Sichtschutz gegenüber den Gaststättenbesuchern auszustatten.

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