17.01.2019 - 16:06 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Grünes Licht für „Dirty Diana“?

Der Stadt Grafenwöhr fehlt etwas, finden zwei Männer aus Schongau - zum Beispiel eine Tabledance-Bar.

Noch sieht es nicht danach aus, aber in diesem Gebäude im Grafenwöhrer Gewerbepark könnte eine Tabledance-Bar entstehen.
von Marion Espach Kontakt Profil

Tanzende Frauen in knapper Kleidung beeindrucken im oberbayerischen Schongau niemanden mehr. Vielleicht ticken die Grafenwöhrer ja anders, hoffen zwei Brüder. Konstantinos und Aristoteles Mavrokefalos erwarten von den Bürgern der Soldatenstadt mehr Begeisterung für eine Table dance-Bar. Zumindest mehr, als von den Schongauern. Schon seit einigen Jahren betreiben sie in der oberbayerischen Stadt den Strip-Club "Salome". Das Geschäft laufe gut, sei aber "irgendwie unbefriedigend", resümiert der 44-jährige Konstantinos Mavrokefalos.

Konstantinos und Aristoteles Mavrokefalos erwarten von den Bürgern der Soldatenstadt mehr Begeisterung für eine Tabledance-Bar. Zumindest mehr, als von den Schongauern. Schon seit einigen Jahren betreiben sie in der oberbayerischen Stadt den Strip-Club „Salome“. Das Geschäft laufe gut, sei aber „irgendwie unbefriedigend“, resümiert der 44-jährige Konstantinos Mavrokefalos.

Stadträte haben bereits zugestimmt

Der Grund: „Die Leute nehmen den Club als selbstverständlich hin. Sie schätzen ihn nicht wert.“ In Grafenwöhr könnte das anders sein, meinen der 44-Jährige und sein 33-jähriger Bruder. Vor allem auf die Angehörigen der hier stationierten US-Army setzten die beiden. „Bei ihnen kommt so ein Club bestimmt gut an. Noch dazu, weil es in der Stadt bisher noch keinen gibt.“ „Dirty Diana“ – so soll die Bar im Gewerbepark wahrscheinlich heißen – soll also die Herzen der Grafenwöhrer im Sturm erobern.

Bis „Dirty Diana“ in Grafenwöhr ankommt, dauert es aber noch. Die Stadträte haben der Idee mit zwei Gegenstimmen bereits zugestimmt, das Neustädter Landratsamt muss es noch tun. „Sobald wir das Okay bekommen, legen wir los“, erklärt der 44-Jährige. Zwar seien Sanitäranlagen wie Toiletten und Waschbecken in dem Gebäude vorhanden, dennoch falle noch viel Arbeit an. „Wir müssen die Räume ja noch umgestalten und einrichten.“

Skandalös oder nicht?

Grafenwöhr

Eine schöne Einrichtung bringt aber auch ohne Tänzerinnen nichts. Und bei denen setzen die Antragssteller auf ihr „Personal des Vertrauens“. Frauen, die bereits im „Salome“ in Schongau tanzen, sollen dies auch im Grafenwöhrer Club tun. „Zumindest in der Anfangszeit. Wenn der Club gut läuft, kann man darüber nachdenken, auch Neue einzustellen.“ Normalerweise arbeiten die Brüder nur mit Tänzerinnen zusammen, die sie kennen. „Denn in dieser Branche gibt es viele schwarze Schafe, die sich nicht an das Gesetz halten“, erklärt der 44-Jährige.

Kein Risiko bei Sicherheit der Angestellten

Weil die Tanzbar aber durch einen guten Ruf und nicht mit „Skandalen“ auf sich aufmerksam machen wolle, wollen die Brüder kein Risiko eingehen, sagen sie. „Bei uns soll jeder Spaß haben. Mehr wollen wir nicht.“ Läuft alles nach Plan, würde Aristoteles Mavrokefalos den Grafenwöhrer Club betreiben, sein Bruder den in Schongau.

Nichts riskieren wollen die Brüder auch, wenn es um die Sicherheit ihrer Angestellten geht. „Wir brauchen für die Frauen noch Zimmer oder Wohnungen, die nicht zu weit von der Bar entfernt sind.“ Denn nach Feierabend könne es gefährlich werden: „Um fünf Uhr morgens allein auf dem Heimweg, betrunkene Gäste – da kann alles Mögliche passieren.“

Wo die Frauen wohnen sollen, wie die Bar eingerichtet wird und ob sie wirklich „Dirty Diana“ heißen wird, ist aber noch ungewiss. „Wie gesagt, alles hängt davon ab, ob das Landratsamt den Antrag genehmigt“, betont der 44-Jährige. Dennoch ist er überzeugt: Grafenwöhrer wissen eine Tabledance-Bar zu schätzen.

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