04.10.2018 - 13:21 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Holzrücken nach „Fabienne“

Mit schwerem Gerät rückten Forstleute den Schäden des Sturms „Fabienne“ entlang der B 299 zu Leibe. Um Sperrungen der Straße zu vermeiden, wurden die Arbeiten in Städtischen und privaten Wäldern mit dem Staatsforst koordiniert.

Harvester und Holzfäller machten sich entlang der B 299 ans Aufräumen nach dem Sturmtief Fabienne. Kurzzeitig musste die Bundestraße auch gesperrt werden.
von Autor MORProfil

Es dauerte keine fünf Minuten und „Fabienne“ hinterließ Bild der Verwüstung. Im Bereich der Gemarkung Moos entlang der B 299 war es besonders schlimm: Straße und Radweg waren blockiert, eine Autofahrerin wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Das Sturmtief machte weder vor Eichen, Föhren oder Fichten halt. „Das Chaos kann nur mit Maschinen beseitigt werden, für Holzfäller alleine ist es zu gefährlich“, lässt Forstamtsrat Martin Gottsche wissen. Die Firma Erthner aus Wildenreuth setzte einen Harvester ein, der mit Greifarm die Bäume fixierte und die Fallrichtung vorgab.

Josef Marzi vom Maschinenring war in Schutzausrüstung und mit Motorsäge im Einsatz. Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Eschenbach, Reinhard Wiesend, übernahm die Abfuhr des Holzes. Von den bayerischen Staatsforsten war Dieter Rothlauf vom Revier Schlammersdorf vor Ort. Eine Ampel regelte während der Aufräumaktion den Verkehr auf der Bundesstraße. Nach vier Stunden waren die Arbeiten abgeschlossen. Innerhalb von vier Stunden war didie Arbeiten im unmittelbaren Bereich der Straße innerhalb von vier Stunden erledigt. Martin Gottsche schätzt den Schaden, den „Fabienne“ angerichtet hat, auf 1000 Festmeter im Städtischen Wald, 5000 bis 6000 Festmeter im Privatwald und 8000 Festmeter im Staatlichen Wald. schätzt Martin Gottsche den Windbruchschaden. Gute Preise sind derzeit für das Holz nicht zu erzielen, da der Markt schon wegen des Käferholzes voll ist, befürchten die Forstleute. Die Experten haben zudem das Gefühl, dass es nicht der letzte Herbststurm in diesem Jahr war – Temperaturschwankungen könnten für weitere sorgen.

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