27.12.2019 - 08:55 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Jahresabschlusssitzung des Grafenwöhrer Stadtrats: US-Armee ein großer Beschäftigungs- und Wirtschaftsfaktor

Als Ehrengast ließ Brigadegeneral Christopher R. Norrie seinen Eindrücken freien Lauf. „In Grafenwöhr ist es beautiful“, zeigte sich der Kommandeur des US-Trainings-Kommandos Grafenwöhr beeindruckt von der freundschaftlichen Atmosphäre.

Zum Bereich der Vertrauensbildung gehört eine Einladung von Bürgermeister Edgar Knobloch an Brigadegeneral Christopher R. Norrie in die Jahresabschlusssitzung des Stadtrates. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, denkt sich der Bürgermeister bei der Überreichung eines Präsents.
von Robert DotzauerProfil

Aus einer tiefen Partnerschaft wurde Freundschaft, bemerkte der Brigadier in der Jahresabschlusssitzung des Stadtrats und stellte fest: „Es ist mir eine Ehre, Teil dieser Familie zu sein.“ Norrie dankte auch im Namen der Lagergemeinde und der 33.000 US-Soldaten in der Region, um schließlich auf den großen Stellenwert des Standortes Grafenwöhr für die Sicherheit in Europa einzugehen.

Zum Rückblick gehörte auch ein kleines Zahlenwerk. Der General verwies auf 360.000 übende Soldaten im Truppenübungsplatz im Jahr 2019, darunter 50.000 Bundeswehrsoldaten. Auf die wirtschaftliche Bedeutung des US-Standortes eingehend verwies der Kommandeur auf US-Ausgaben in Höhe von 635 Millionen Euro im Jahr 2019 allein in Bayern. Zudem sei die Armee mit zirka 1.300 Zivilangestellten ein bedeutender Beschäftigungsfaktor. Vorbildcharakter habe der Truppenübungsplatz auch im Bereich des Natur- und Umweltschutzes. Norrie verwies unter anderem auf den reichen Wildbestand, auf das große externe Besucherinteresse und auf die Anerkennung des Übungsplatzes für seine biologische Artenvielfalt mit einem Preis der Vereinten Nationen. Die Natur im Platz sei einzigartig, so der US-Kommandeur.

Das Beziehungsgeflecht zwischen der US-Armee und den deutschen Gastgebern thematisierend gab Norrie wegen der Vielfalt der Aufgaben Meinungsunterschiede zu. Diese zu überwinden, bedürfe es eines starken Vertrauensverhältnisses auf der Basis eines freundschaftlichen Gesprächsklimas, das er, so der General, besonders in den Dialogen mit Bürgermeister Edgar Knobloch vorfinde.

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